26.04.2021 - 17:14 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zum Sipri-Bericht: Ringen um Vormacht treibt Rüstungsausgaben hoch

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Die weltweiten Militärausgaben sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen, um 2,6 Prozent sagt das schwedische Friedensforschungsinstitut Sipri. Daran wird sich trotz Corona nichts ändern. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ein Schützenpanzer vom Typ Puma wird auf dem Erprobungsgelände des Unternehmens Rheinmetall in der Lüneburger Heide vorgestellt.
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Kommentar

Weltweit wird weiter aufgerüstet. Daran wird auch die Corona-Pandemie nichts ändern. Zum einen folgen Militär- und Rüstungsausgaben in allen Ländern einer mittel- bis langfristigen Planung. Zum anderen ist die Welt in Bewegung geraten: Es gibt regionale Konflikte um die Vormacht, wie etwa zwischen Saudi-Arabien und Iran, und es gibt die Verschiebung des globalen Kräftegleichgewichts zwischen China und den USA. Dabei spielt auch militärische Macht eine Rolle. Der eine oder andere Akteur wird in der Corona-Pandemie sogar eine Chance sehen, seine Position auszubauen. Für Muskelspiele reicht es ohnehin immer, wie Russland gerade im Osten der Ukraine zeigt.

Es sollte auch niemand überrascht sein, dass Deutschland auf der Sipri-Liste einen Platz von 8 auf 7 vorrückt. Die Erhöhungen sind angekündigt worden. Hier könnte es aber künftig Corona-Bremsspuren geben.

Ob die USA wie zuletzt unter Donald Trump mehr Geld für Rüstung ausgeben, ist offen. Viele Demokraten wollen den Rotstift ansetzen, Präsident Joe Biden wirbt für ein Plus von 1,6 Prozent. Anders in China. Dort verzeichnet Sipri seit 26 Jahren eine kontinuierliche Erhöhung der Militärausgaben. Daran wird Peking nichts ändern.

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