23.11.2021 - 19:05 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Kommentar zu Söder: Impfpflicht hilft erst in der Zukunft

Nun soll es aus Sicht der Staatsregierung eine Impfpflicht richten. Sie dient als Licht im Corona-Tunnel. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält im bayerischen Landtag seine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Die vierte Corona-Welle trifft Bayern viel härter als die vorhergehenden, weil die Impflücke zu groß ist und sich die Delta-Variante aggressiver verbreitet als der Virus-Typ, der vor einem Jahr im Herbst umging. Dazu kommen Fehler im Corona-Management – in München und in Berlin.

Noch vor wenigen Wochen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), alle Warnungen ignorierend, verkündet, die epidemische Lage könne auslaufen. Wenn er nun davon spricht, dass am Ende des Winters wahrscheinlich "so ziemlich jeder in Deutschland – es wurde schon etwas zynisch so genannt – geimpft, genesen oder gestorben sein" werde, hat er Letzteres mit zu verantworten.

Anders als im Herbst 2020 wurden zu viele Kontakte zugelassen – für Nicht-Geimpfte. Das geht auf vor allem das Konto der Staatsregierung. Umso härter müssen nun die Kontaktbeschränkungen ausfallen, sonst lässt sich die Corona-Welle nicht brechen. Es ist sogar nicht mehr ausgeschlossen, dass auch Geimpfte zurückstecken und Beschränkungen akzeptieren müssen. Obwohl diese ihren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie durch die Impfung geleistet haben.

Der Ruf von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Impfpflicht könnte daher als ein Versprechen verstanden werden, dass nun endlich alle in die Pflicht genommen werden, auch die Impfverweigerer. In der gegenwärtigen Welle aber wird eine Impfpflicht nicht mehr helfen.

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