27.09.2020 - 20:25 Uhr
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Kommentar: Söder muss jetzt zeigen, dass er es mit dem Klimaschutz ernst meint

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Markus Söders Ansage ist bemerkenswert: Nach 2035 soll es keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr geben. Wenn er das ernst meint, müssen schnell erste Schritte folgen, kommentiert Jürgen Umlauft

Markus Söder
von Jürgen UmlauftProfil
Kommentar

Mit seiner Sympathiebekundung für die Entscheidung Kaliforniens, 2035 ein Verkaufsverbot für Diesel und Benziner zu verhängen, hat Markus Söder ein bedeutendes Signal gesetzt. Er will offenbar ernst machen mit Klimaschutz und dem Ende des fossilen Zeitalters. Ein „Enddatum“ für fossile Verbrenner würde Klarheit schaffen für Hersteller und Verbraucher. Genau das braucht die Industrie: Planungssicherheit. Sie wüsste dann, dass sie noch Zeit hat für einen Zyklus mit Benzin- und Dieselmotoren und danach auf E-Mobilität und Wasserstoffantriebe setzen muss. Ein „Enddatum“ würde diese Entwicklung strukturieren und beschleunigen.

Mit der plakativen Verkündung eines Datums darf es Söder aber nicht bewenden lassen. Denn es ist nicht damit getan, einfach andere Autos zu bauen. Das Netz an Zapfsäulen muss durch ein ebenso dichtes an E-Ladestationen und Wasserstoff-Tankstellen ergänzt und später ersetzt werden. Ohne staatliche Förderung wird dies so schnell nicht zu schaffen sein. Zudem muss die Energiewende konsequenter vorangehen, denn Strom und Wasserstoff aus Kohle oder Gas lösen das CO2-Problem nicht. Dazu muss Söders CSU unter anderem ihre Haltung zur Windkraft im Land überdenken. Es sind dicke Bretter, die da zu bohren sind. Aber kneife

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