Im deutschsprachigen Raum gibt es maximal 60, einen nun auch in der Oberpfalz: Patrick Kutzer hat - ganz frisch - die Ausbildung zum Brot-Sommelier abgeschlossen. Ein Jahr hat der 38-jährige Bäckermeister und Geschäftsführer des Konnersreuther Unternehmens dafür investiert. "Eine unglaublich interessante, aber auch fordernde Zeit", sagt Kutzer.
Die Kunst des Brot-Sommeliers lasse sich gut mit der des bekannteren Wein-Fachmanns vergleichen. Wie beim Wein zeichne gutes Brot Geschmacksvielfalt mit vielen feinen Aromen aus. Das Problem: Beim Brot fehlen oft die Worte, um Vielfalt und Tiefe zu beschreiben. "In der Ausbildung ging es vor allem darum, Worte für das zu finden, was gutes Brot an Geschmack zu bieten hat."
Absolvieren kann den Kurs nur, wer eine Meisterprüfung im Bäckerhandwerk vorweisen kann. Vor der Handwerkskammer Mannheim musste Kutzer Prüfungen in Produktkunde, Brotkultur, Verzehrsempfehlungen, Sensorik und Bewertung von Broten ablegen. Hauptteil war eine Abschlussarbeit, in der Kutzer sich mit der "Wiederentdeckung vergessener ländlicher und klösterlicher Brotbackkunst im Stiftland" befasste. Ergebnis ist ein Brot nach Waldsassener Klostertradition, das es bald zu kaufen geben soll. Auch Bortverkostungen möchte Kutzer anbieten.













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