Die Staatsregierung stockt ihre Fördermittel für die berufliche Bildung im Handwerk um 57 Millionen Euro auf. Über vier Jahre verteilt sollen jährlich elf Millionen Euro mehr für den Ausbau und die Modernisierung der beruflichen Bildungszentren im Handwerk ausgegeben werden. Für die überbetriebliche Ausbildung sind pro Jahr zusätzlich zwei Millionen Euro vorgesehen. Ziel sei es, die Ausbildung im Handwerk auf hohem Niveau zu halten, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Mehr Geld gibt es auch für das Förderprogramm "Handwerk Innovativ".
Die Aufstockung erfolgt, um weitere Mittel des Bundes in Höhe von 86 Millionen Euro abrufen zu können. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) sprach nach der Sitzung des Ministerrats von einem "kraftvollen Signal" an das Handwerk.
Bayern in Vorleistung
Nicht vertieft wurde in der Sitzung nach Angaben Aiwangers die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), die Meisterausbildung im Handwerk für die Teilnehmer kostenfreien zu stellen.
Diese Forderung richte sich in erster Linie an den dafür zuständigen Bund. Bayern sei mit dem Meisterbonus in Höhe von 2000 Euro bereits in Vorleistung gegangen.
"Tag des Handwerks"
Ergänzend beschloss die Staatsregierung die verpflichtende Einführung eines "Tags des Handwerk" an allen weiterführenden Schulen Bayerns. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern handwerkliche Tätigkeiten näher zu bringen und die attraktiven Berufsfelder des modernen Handwerks begleitend zum Unterricht praxisnah vorzustellen.
Dies soll durch Betriebsbesichtigungen, praktische Projektarbeit und Informationsbesuche von Handwerkern in den Schulen geschehen.













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