Am 7. April 1826 wurde der Grundstein gelegt, 200 Jahre später ist sie eine bedeutende Galerie in Europa: die Alte Pinakothek, die wertvolle Werke der Bayrischen Staatsgemäldesammlung beherbergt. Sie stammen beispielsweise aus Epochen der Renaissance oder Barock.
Worauf hat der Architekt der Alten Pinakothek Wert gelegt?
Der Architekt Leo von Klenze hatte die Alte Pinakothek im Stil der Neo-Renaissance entworfen. Zehn Jahre nach der Grundsteinlegung, also 1836, wurde sie eröffnet. Klenze sorgte mit verglasten Dachaufbauten dafür, das Tageslicht die großzügigen Säle mit natürlicher Helligkeit flutet, erklärte die Galerie in einer gemeinsamen Mitteilung mit der den bayerischen Staatsgemäldesammlungen.
Welches Werk diente als Maßstab für die Säulen-Proportionen?
Ein über sechs Meter hohes Ölgemälde bildete den Maßstab der Säulen-Proportionen: „Das Große Jüngste Gericht“ von Peter Paul Rubens. Es hängt bis heute unverändert im Rubenssaal - als Teil einer großen Rubenssammlung, die zusammen mit den Werken der altdeutschen Malerei zu den Höhepunkten der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehört.
Was war die Vision hinter dem Bau?
Mit der Grundsteinlegung für das „Herzstück des Kunstareals“ konkretisierte sich einst die Vision von König Ludwig I. Er wollte München zu einem Zentrum der Kunst und Kultur von internationalem Rang entwickeln: „Ich will aus München eine Stadt machen, die Teutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat“, soll er in Bezug auf die Galerien gesagt haben. Für seine Sammlung ließ er 1853 in direkter Nachbarschaft auch die Neue Pinakothek errichten.
Warum wurde der 7. April ausgewählt?
Der 7. April war bewusst gewählt worden, weil es der Geburtstag des Malers Raffael (Raffaello Santi) ist - „dessen Genius die höchste Vollkommenheit in der Malerey erreicht hat“, wie es in der begleitenden Rede hieß. Von Raffael (1483- 1520) sind mehrere Werke zu sehen, etwa das Gemälde „Die Madonna Tempi“, das 1829 für König Ludwig I. aus dem Hause Tempi in Florenz erworben wurde, und das Gemälde „Die Heilige Familie aus dem Hause Canigiani“.
Welche Schwerpunkte setzt die Sammlung?
Die Sammlung der Alten Pinakothek umfasst rund 700 Meisterwerke europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert - etwa von Albrecht Dürer, Leonardo da Vinci oder Rembrandt. Mit beinahe einer halben Million Besuchenden im Jahr 2025 gehört die Alte Pinakothek nach Angaben der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zu den meistbesuchten Häusern im Kunstareal.
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