Tödliche Oberpfalz: Recht und gefühlte Gerechtigkeit

Oberpfalz
05.09.2022 - 14:48 Uhr

Die deutsche Justiz wird manchmal als zu lasch, zu weich, zu nachsichtig beschrieben. Was machen diese Vorwürfe mit Richterinnen und Richtern?

Wenn Kinder oder Frauen Opfer von Straftaten sind, wenn ein Urteil gesprochen ist, muss sich das Gericht immer wieder mit dem Vorwurf auseinandersetzen, das Urteil sei zu mild. Manche sprechen von "Kuscheljustiz", andere von "Wischi-Waschi-Urteil". Oft herrscht in der Bevölkerung Unverständnis darüber, dass eine Angeklagte oder ein Angeklagter mit mehreren Bewährungsstrafen erneut Bewährung bekommt. Die Kluft zwischen "gefühlter Gerechtigkeit" und gesprochenem Recht klafft auseinander.

Richterin Jutta Schmiedel leitet Strafprozesse am Landgericht Amberg. Sie spricht Urteile in Vergewaltigungsprozessen oder bei Anklagen der gefährlichen Körperverletzung. Sie versteht, dass Urteile manchmal als "zu weich" wahrgenommen werden, sieht aber, dass ein Medienbericht über einen Prozess niemals alle Details der Verhandlungen wiedergeben könnte. Im Podcast berichtet sie über das Dilemma zwischen Recht und gefühlter Gerechtigkeit und darüber, wie sie selbst mit Emotionen in ihren Fällen umgeht.

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