09.12.2021 - 14:30 Uhr
OberpfalzDeutschland & Welt

Vom Wintertraum ins Nebeldrama

Nebel, Niesel, Nachtfrost. Wie die Chancen auf weiße Weihnachten stehen und warum die kommenden Tage eine Herausforderung für Lichthungrige werden, erklärt Wetterexperte Andy Neumeier.

Noch liegt der Schnee auf und neben dem Stadtweiher von Auerbach. Das könnte sich in den nächsten Tagen ändern.
von Katrin Pasieka-Zapf Kontakt Profil

In Teilen der nördlichen Oberpfalz gibt es ja eine Schneedecke und vor allem der Freitag bringt dazu auch ein bisschen Sonne. Das sollte man dann aber auch schnell genießen und ins Hirn speichern, damit man davon zehren kann. Die kommenden Tage werden nämlich herausfordernd für Lichthungrige. Aus Nordwesten naht mildere Luft, und zusammen mit steigendem Druck, tauendem Schnee und viel Feuchtigkeit bringt das in erster Linie Nebel und Hochnebel, samt greislichem Geniesel. Da vermatschen also auch die schönsten Winterträume im grauen Drama. Und falls sich kommende Woche versehentlich doch mal irgendwo die Sonne zeigen sollte, dann sind knappe zweistellige Höchstwerte möglich, die ebenfalls gegen jegliches Weihnachtsgefühl anarbeiten. Die Hoffnung auf ein weißes Fest ist deswegen aber noch lange nicht vergebens.

Am ehesten am Freitag Sonne

Der heutige Freitag bringt nach oft frostiger Nacht teilweise Nebel und Hochnebel. Wo dieser sich bis zum Mittag auflöst, oder gar nicht vorhanden ist, scheint aber zumindest vorübergehend auch die Sonne. Zum Spätnachmittag und Abend zieht es allgemein wieder zu, abends und nachts schneit es dann aus Südwesten gelegentlich mit Glättegefahr. Die Höchstwerte liegen bei -2 bis +3 Grad, in der Nacht wird es aber kaum kälter.

Es ist nicht ganz unmöglich, dass man im Laufe des Samstages etwas Sonne sieht, aber es wird schwer. Wolken und Nebel oder Hochnebel überwiegen und gelegentlich fällt noch etwas Schnee, oder auch schon Sprühregen mit Glättegefahr, wo der Boden noch gefroren ist. Die Temperaturen hängen noch bei -1 bis +3 Grad fest. In der Nacht wird es insgesamt zwar trocken, teils aber nebelig und bei +1 bis -3 Grad kann es dann durch überfrierende Nässe und Reifglätte rutschig sein.

Am Sonntag kann man allenfalls vormittags ein paar Sonnenstrahlen erhaschen, sonst ist und wird es aber überwiegend trüb. Nachmittags und abends fällt dazu wieder etwas Schnee, der mehr und mehr aber auch in leichten Regen und Nieseln übergeht. Stellenweise besteht dabei Glatteisgefahr, doch steigen die Temperaturen bis zum Abend auf 0 bis +5 Grad an. In der Nacht gibt es kaum noch Frost, eher wird es bei leichtem Regen sogar noch eine Spur milder.

Oft trüb und nieselig

In der neuen Woche ist es überwiegend trüb durch Nebel und Hochnebel, aus dem es stellenweise auch etwas nieseln kann. Die Temperaturen liegen meist bei 2 bis 7 Grad. Sollte sich doch mal die Sonne irgendwo durchsetzen können sind auch nahe 10 Grad möglich. Mit etwas mehr Wind wird es zum vierten Adventswochenende wahrscheinlich häufiger freundlich bei vorerst noch 5 bis 10 Grad.

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