Bei den bayerischen Verwaltungsgerichten steigt die Anzahl der Asyl-Verfahren-Eingänge wieder leicht an. Auch für das Verwaltungsgericht Regensburg könne man diese Tendenz beobachten, bestätigt Martin Hermann, Präsident des Verwaltungsgerichts in Regensburg bei einem Pressegespräch anlässlich der Präsidententagung der bayerischen Verwaltungsgerichtsbarkeit, die am Montag in Regensburg stattfand. Aktuell bewegt sich die Zahl der Asyl-Verfahrenseingänge (bayernweit rund 3600 im ersten Quartal 2023) auf einem niedrigen Niveau – zumindest, wenn man Zahlen aus den Jahren 2017 und 2018 zum Vergleich heranzieht. Zur Hochphase, also im Jahr 2017, verzeichneten bayerische Verwaltungsgerichte rund 56 000 Asyl-Eingänge an den sechs bayerischen Verwaltungsgerichten – davon über 8000 in Regensburg.
Bayernweit sei die Zahl der Verfahren im Vergleich zum ersten Quartal des vergangenen Jahres allerdings um rund 20 Prozent gestiegen. Auch in Regensburg lasse sich eine ähnliche Tendenz beobachten, wie ein Sprecher des Verwaltungsgerichts informierte: Aktuell gäbe es 1273 Asyl-Verfahrenseingänge für das erste Halbjahr 2023 – das umfasse gut die Hälfte aller Eingänge aus dem vergangenen Jahr (2022: gut 2500 Asyl-Verfahrenseingänge).
Weil auch die Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit wieder mehr werden, rechnet man auch für das kommende Jahr wieder mit mehr Asylverfahren an den Verwaltungsgerichtshöfen.













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