03.05.2021 - 15:49 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Söder verkündet Corona-Lockerungen und gibt Perspektiven

Die Corona-Lage in Bayern entspannt sich weiter. Für CSU-Chef Markus Söder bietet das die Chance für Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen. Profitieren sollen Schulen, Kultur, Gastronomie und Tourismus.

Nach einer CSU-Vorstandssitzung in München kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, für die Grundschulen die im Rahmen der "Bundes-Notbremse" vorgesehene Regelung zu nutzen, diese bei einer regionalen Inzidenz unter 165 zu öffnen.
von Jürgen UmlauftProfil

In Bayern werden sich kommende Woche für die meisten Grundschüler wohl die Schultore wieder öffnen. Nach einer CSU-Vorstandssitzung in München kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an, für die Grundschulen die im Rahmen der "Bundes-Notbremse" vorgesehene Regelung zu nutzen, diese bei einer regionalen Inzidenz unter 165 zu öffnen. Er werde dem am Dienstag tagenden Ministerrat einen entsprechenden Beschlussvorschlag unterbreiten, erklärte der CSU-Chef. Die Test- und Maskenpflicht soll dabei bestehen bleiben.

An weiterführenden Schulen will Söder wegen der hohen Inzidenz bei den 10- bis 19-Jährigen vorerst am Distanzunterricht festhalten. Für diese könnten sich nach Pfingsten neue Perspektiven ergeben, sollten die Inzidenzwerte weiter so sinken wie in den vergangenen Tagen.

Perspektive für den Tourismus

Ebenfalls ab kommender Woche sollen nach Söders Plänen in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 Außengastronomie, Theater und Kinos öffnen dürfen. Für Gäste und Besucher soll dann eine Testpflicht gelten. Lockerungen seien zudem für den Bereich des Sports geplant. Im Tourismus will Söder für die Pfingstferien neue Perspektiven bieten. Hier wird er dem Ministerrat vorschlagen, dass Hotels und Ferienwohnungen in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 öffnen dürfen. Voraussetzung seien Hygienekonzepte sowie eine Testpflicht für Urlauber. Nur zweifach Geimpfte sollen freien Zugang erhalten.

Grüner Anstrich oder grünes Original?

München

Unterstützung für die Wiederaufnahme des Unterrichts an Grundschulen bei einer Inzidenz unter 165 kommt vom Koalitionspartner. Die CSU folge damit der Linie der Freien Wähler, erklärte deren Bildungspolitiker Tobias Gotthardt. Die Grundschulen könnten aber nur ein erster Schritt sein. Er sprach sich für inzidenzunabhängige Lösungen auch an weiterführenden Schulen aus. Söder sah dies skeptisch. Er setzte auf "großflächige Schulimpfungen", sobald der Biontech-Impfstoff für Jugendliche über 12 Jahre zugelassen sei. Dies werde die Lage spätestens ab dem kommenden Schuljahr entspannen.

Sonderimpfkampagne gefordert

Ungeachtet dessen forderte die SPD-Gesundheitspolitikerin Ruth Waldmann eine Sonderimpfkampagne für Jugendliche über 16 Jahre. Für diese Altersgruppe seien bereits Impfstoffe zugelassen. Jugendliche seien derzeit von Corona-Infektionen besonders betroffen und hätten stark unter den geltenden Einschränkungen zu leiden. In den Corona-Hotspots der bayerischen Grenzregionen habe sich gezeigt, dass mit einer Sonderimpfkampagne die teilweise dramatische Lage relativ rasch in den Griff zu bekommen sei. "Das müssen wir jetzt auch bei den jungen Menschen schaffen und zwar zügig", erklärte Waldmann.

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