06.05.2020 - 15:40 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Solide Förderung weiterhin nötig

Die Oberpfalz bekommt 1,4 Millionen Euro aus dem Kulturfond

Auch in diesem Jahr erhält das Kulturschloss Theuern/Bergbau- und Industriemuseum Ostbayern in Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach) eine Förderung für die Generalsanierung.
von Jürgen UmlauftProfil

Aus dem diesjährigen Kulturfonds fließen gut 1,4 Millionen Euro für 19 Projekte in die Oberpfalz. Das entspricht gut einem Viertel der gesamt-bayerischen Mittel. Der Haushaltsausschuss des Landtags stimmte der Vorlage von Kunstminister Bernd Sibler (CSU) mit breiter Mehrheit zu.

70 000 Euro für Fronfeste

Größter Einzelposten in der Oberpfalz ist die weitere Förderung der Generalsanierung des Kulturschlosses Theuern in Kümmersbruck (Kreis Amberg-Sulzbach). Dafür sind 355 000 Euro reserviert. Knapp 70 000 Euro fließen in die Sanierung der ehemaligen Fronfeste in Burglengenfeld, knapp 50 000 Euro in den Bau eines barrierefreien Zugangs zur Dauerausstellung im Stadtmuseum Schwandorf.

Die weiteren Förderzusagen betreffen kulturelle Veranstaltungen. Die Mittel sollen trotz der gegenwärtigen Veranstaltungsverbote aufgrund der Corona-Pandemie fließen, sicherte Sibler zu. "Auch wenn aktuell ungewiss ist, wann Museen, Musik- und Theaterfestivals, Kunstausstellungen oder Literaturveranstaltungen ihr Publikum wieder erreichen können, steht die Förderzusage des Freistaats gegenüber den Kunst- und Kulturschaffenden", betonte Sibler. Er hoffe, dass die Projekte möglichst bald realisiert werden könnten.

In der Oberpfalz sind unter anderem 66 400 Euro für das Oberpfälzer Opernfestival in Amberg vorgesehen sowie ein Zuschuss zur Aufführung von Beethovens 9. Symphonie im Rahmen des Waldsassener Europawochenendes in Höhe von 13 400 Euro.

Die SPD hat eine Verdoppelung der Mittel aus dem Kulturfonds auf jährlich zehn Millionen Euro und eine regional ausgewogenere Verteilung der Mittel gefordert. So müsse künftig auch die freie Kulturszene in den Förderrahmen aufgenommen werden, erklärte der SPD-Abgeordnete Volkmar Halbleib. Diese leiste einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Grundversorgung in Bayern und brauche eine solide Förderung.

Kritik an "Schieflage"

Bei der regionalen Verteilung kritisierte Halbleib eine seit Jahren bestehende "Schieflage". Oberfranken und die Oberpfalz würden überproportional bedacht, Unterfranken und Niederbayern dagegen unterdurchschnittlich. Sibler erklärte dazu, die Mittelverteilung hänge von der Zahl der Anträge und dem damit verbundenen Antragsvolumen ab. Aus den weniger bedachten Bezirken müssten mehr förderfähige Anträge gestellt werden.

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