An den bayerischen Schulen waren Ende Februar erst 8,95 Prozent der Klassenzimmer mit Luftfilteranlagen ausgerüstet. Das geht aus der Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Klaus Adelt hervor. "Bayern Schulen sind nach wie vor nicht pandemiefest", urteilte Adelt zu den Zahlen. Werde das Tempo nicht angezogen, seien erst in fünf Jahren flächendeckend Luftfilter vorhanden, rechnete er vor. Da die von der Staatsregierung zur Verfügung gestellten Mittel inzwischen fast aufgebraucht seien, forderte Adelt eine dritte Förderrunde und die Aufstockung der Gesamtsumme von knapp 37 auf 50 Millionen Euro.
In der Oberpfalz wurden von den Kommunen als Sachaufwandsträger der Schulen bislang 83 Anträge auf Luftfilterförderung für 1045 Klassenzimmer gestellt. Die Anschaffung unterstützte der Freistaat mit insgesamt 2,05 Millionen Euro. Adelt bezeichnete das Förderprogramm als "Augenwischerei". Es zeige sich, dass sich vor allem finanzschwache Kommunen nicht mehr an dem Programm beteiligten, da sie nach den neuen Richtlinien nur 50 Prozent der Kosten vom Freistaat ersetzt bekämen. Dies führe zu ungleichen Lebensverhältnissen und sozialer Ungerechtigkeit in Bayern, meinte Adelt. Die Staatsregierung müsse daher mit einer 100-Prozent Förderung "flächendeckend gute und sichere Bildung ermöglichen".













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