01.12.2020 - 13:48 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Uli Grötsch will mit Ramona Greiner bayerische SPD führen

Geht es nach Uli Grötsch, wird Bayerns SPD künftig vom Nordosten des Freistaats aus geführt. Die Wunsch-Generalsekretärin des Oberpfälzers stammt aus dem Fichtelgebirge.

Im Falle seiner Wahl zum neuen Chef der bayerischen SPD will Uli Grötsch die gebürtige Oberfränkin Ramona Greiner zu seiner Generalsekretärin machen
von Jürgen UmlauftProfil

Für den Fall seiner Wahl zum SPD-Landesvorsitzenden will der Oberpfälzer Uli Grötsch die aus Bischofsgrün im Fichtelgebirge stammende Ramona Greiner zu seiner Generalsekretärin machen. Das gab Grötsch am Dienstag auf einer Video-Pressekonferenz bekannt. Die 33-jährige promovierte Kunsthistorikerin lebt heute im Landkreis München und ist dort in führenden Funktionen der SPD und der Jusos aktiv. Seit zwei Jahren arbeitet sie bereits in der organisationspolitischen Kommission der Bayern-SPD unter der Leitung Grötschs mit. Sie stehe und streite für die Anliegen der SPD und habe ihr organisatorisches Talent und ihren digitalen Sachverstand unter Beweis gestellt, begründete Grötsch seine Wahl.

Greiner erklärte, sie wolle als Generalsekretärin hauptsächlich nach innen in die Partei wirken, aber auch in zentralen Fragen der Politik wahrnehmbar sein. "Ich will die Partei wieder von innen heraus stark machen", sagte Greiner. Die Mitglieder sollten "ein Leuchten in den Augen haben, wenn sie von ihrer Partei erzählen". Sie verstehe die SPD als Arbeitnehmerpartei, die für eine umfassende Gerechtigkeit einstehe. Aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung wolle sie sich auch für junge Unternehmensgründer und Selbständige einsetzen. Als weitere Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit nannte Greiner Feminismus und Gleichstellung, den "Kampf gegen Rechts", die Digitalisierung und den Einsatz für junge Menschen.

Dass sie über kein politisches Mandat in einem Parlament verfüge, sah Greiner als Vorteil. Sie könne sich somit voll auf ihre Arbeit als Generalsekretärin konzentrieren. Sie habe sich auch bewusst für dieses Amt und gegen das Angebots Grötschs entschieden, seine Ko-Vorsitzende zu werden. In der augenblicklichen Lage brauche die SPD in Bayern "einen für außen und eine für innen", erklärte Greiner. Die Personalentscheidungen sollen auf einem Parteitag im März fallen. Dann bewirbt sich Grötsch um die Nachfolge der bisherigen Landeschefin Natascha Kohnen. Grötsch ist bislang der einzige Kandidat.

Grötsch kündigt Kandidatur an

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