Coronakrise: Oberpfalz-Medien-Redaktion im Ausnahmezustand

Das Coronavirus hält die Welt in Atem - und stellt Zeitungsverlage vor riesige Herausforderungen. Auch Oberpfalz-Medien tut alles, damit der Spagat zwischen gesellschaftlicher und gesundheitlicher Verantwortung gelingt.

Am einem frühen Dienstagnachmittag herrscht in der Zentralredaktion von Oberpfalz-Medien im Normalfall Hochbetrieb. Derzeit ist das anders. Nur eine Notbesetzung hält die Stellung vor Ort. Die meisten Redakteure arbeiten aus dem Homeoffice, auch wenn so die Organisation schwerer fällt.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Die Uefa sagt die Fußball-Europameisterschaft ab. Vor zwei Wochen wäre die Nachricht eine Sensation gewesen, heute ist sie für die Zentralredaktion von Oberpfalz-Medien nur mehr ein paar Zeilen in einem Einspalter wert (natürlich berichtet die Sportredaktion ausführlich). Das Beispiel zeigt, wie radikal sich die ohnehin so schnelllebige Welt gerade ändert.

E-Paper-Angebot zur Coronakrise:

Vier Wochen kostenlos

Seriöse Berichterstattung ist derzeit besonders wichtig. Deshalb bietet Oberpfalz-Medien ein spezielles Probeangebot für das E-Paper seiner Zeitungen. Abonnenten lesen das E-Paper vier Wochen kostenlos, Nicht-Abonnenten bezahlen für die vier Wochen nur 9,90 Euro. Mehr Infos:

https://www.onetz.de/epvorteil

Diese Entwicklung sorgt für Unsicherheit und für großes Interesse an seriöser und fundierter Berichterstattung. Das zeigt nicht nur die Einschaltquote der Tagesschau, die derzeit so hoch ist wie seit Jahren nicht mehr. Auch die Zugriffszahlen im Onetz erreichen beinahe täglich neue Rekordwerte. Die Menschen sind verunsichert und suchen nach verlässlicher Berichterstattung. Die Oberpfalz-Medien-Redaktion versteht dieses Bedürfnis nach seriöser Information als ihren Auftrag - seit eh und je, in diesen Zeiten aber umso mehr. Gleichzeitig ist auch Oberpfalz-Medien gezwungen, auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren.

Die internen Abläufe

Um die Gesundheit der Mitarbeiter, aber auch den Betriebsablauf bei Oberpfalz-Medien möglichst nicht zu gefährden, beschränken alle Mitarbeiter und damit auch die Redakteure soziale Kontakte auf ein Minimum. In den Redaktionen in Amberg, Weiden, Tirschenreuth, Sulzbach-Rosenberg und Nabburg hält derzeit jeweils eine Notbesetzung die Stellung, so viele Redakteure wie möglich arbeiten von zu Hause aus, aus dem Homeoffice, wie diese Arbeitsweise neudeutsch genannt wird.

Weiden in der Oberpfalz

Aber nicht nur intern beschränkt die Redaktion die sozialen Kontakte auf das Nötigste. Die Redakteure sind auch angewiesen, keinen Besuch mehr zu empfangen. Auch außerhäusige Termine nehmen die Mitarbeiter nur mehr in begründeten Ausnahmefällen wahr. Erreichbar ist die Redaktion natürlich auch weiterhin. Alle Redaktionen veröffentlichen wie bisher schon ihre Kontaktdaten in der Zeitung. Die Telefone sind weiterhin besetzt, die E-Mail-Eingänge werden wie bisher umgehend bearbeitet.

Seitenstruktur

Ändern wird sich vorübergehend der Umfang der gedruckten Zeitung. Das gesellschaftliche Leben steht schließlich still, Veranstaltungen sind abgesagt. Aus diesem Grund erscheinen die Seiten mit den Veranstaltungshinweisen bis auf weiteres nicht mehr.

Corona: Hier gibt es Leser-Fragen und die Antworten der Experten

Oberpfalz

Ohne die Termine und Veranstaltungen in den Orten der nördlichen und mittleren Oberpfalz gibt es aber auch für die Lokalredaktionen weniger zu berichten. Deshalb wird sich der Umfang der Zeitung vorübergehend verringern. Zugestellt werden die Zeitungen auch weiterhin. Derzeit gibt es keine Informationen, dass die staatlichen Stellen hier Einschränkungen machen werden.

Erreichbar - trotz geschlossener Schalter

Weiden in der Oberpfalz

Die gewonnenen Kapazitäten wird die Redaktion in selbst recherchierte Beiträge zu allen Aspekten der Corona-Krise stecken. Dazu zählen Informationen zur Verbreitung der Krankheit und zu Gegenmaßnahmen - aber auch Tipps für Eltern, was sich aus der vielen freien Zeit zu Hause machen lässt. Die Zahlen zu den Nutzerdaten im Onetz zeigen das riesige Interesse der Menschen an diesen Themen.

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