Kommentar: Die Politik muss endlich handeln

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Die Discotheken-Betreiber klagen zurecht, dass ihnen von der Politik keine Hilfe und keine Planungssicherheit zugestanden wird. Immer mehr Partys verlagern sich ins Private. Die Folgen könnten fatal sein. Ein Kommentar von Vanessa Lutz.

42 Mitarbeiter hat "Hashtag"-Besitzer Daniel Zienert in seinem Weidener Club normalerweise beschäftigt - das Gehalt fehlt allen seit Monaten.
von Vanessa Lutz Kontakt Profil

Unterhält man sich mit den Disco-Inhabern in der Region, merkt man, dass es ihnen buchstäblich bis ganz oben steht - der Ärger, aber auch das Wasser bis zum Hals. Für sämtliche Branchen gibt es politische Fahrpläne, doch die Discotheken schauen in die Röhre. Viele müssen auf ihre Ersparnisse zurückgreifen, stehen vor dem finanziellen Ruin und einem existenziellen Scherbenhaufen - vor allem die, die den Job als Hauptberuf machen. Die meisten von ihnen sind gerade einmal Ende 20, Anfang 30.

Klar ist: Infektionsschutz muss das oberste Ziel sein. Und das bedeutet auch: Ausgelassenes Feiern gepaart mit Alkoholkonsum, wird mit Masken und Abstand in einer Discothek sicher nicht gehen. Man schwitzt beim Tanzen, man vergisst alles um sich herum, ist berauscht von der Umgebung und der Musik. Es ist eine utopische Vorstellung, dass solche Orte keine Infektionsherde sein sollen.

Gleichzeitig muss eine Lösung her. Vor allem für die Betreiber, um deren Existenz es geht. Aber auch für die jungen Leute, an die seitens der Politik ebenfalls nicht gedacht wird. Denn die lassen sich das Feiern nicht nehmen und weichen kurzerhand aus - sie feiern privat. In Wäldern, Bauwägen, Kellern. Ob da die Abstands- und Maskenpflichten eingehalten werden? Fraglich. Die Folgen könnten fatal sein.

Nach sieben Monaten Stillstand gibt es noch immer keine Lösung für die Clubs

Weiden in der Oberpfalz

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