16.05.2018 - 17:12 Uhr
KirchendemenreuthOberpfalz

Trauer um Geistlichen Rat Leonhard Schinner Vergelt's Gott für alles

Der ehemalige Pfarrer von Kirchendemenreuth und Parkstein, Leonhard Schinner, wurde am vergangenen Dienstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Kirchendemenreuther Friedhof beigesetzt.

Viele Trauergäste scharen sich auf dem Friedhof in Kirchendemenreuth und verabschieden sich vom langjährigen Pfarrer Leonhard Schinner. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

Zuvor fand in der Expositurkirche St. Johannes der Täufer in Kirchendemenreuth ein Trauergottesdienst statt, an dem 15 Priester teilnahmen. Neun davon zelebrierten die Messe mit. Hauptzelebrant war Dekan Thomas Jeschner aus Eschenbach. Anwesend waren unter anderem Domvikar Christian Kalis aus Regensburg, Pfarrer Egid Mühlbauer (Studienkollege und Ruhestandsgeistlicher aus Weiden), Pfarrer Pennoraj Tharmakkan (Pfarradministrator von Parkstein und Kirchendemenreuth) sowie Ruhestandspfarrer Franz Winklmann.

Pfarrer Pennoraj Tharmakkan verwies in seiner Predigt mit den Worten des heiligen Franz von Sales auf das Geheimnis des Lebens: "Die Zeit, Gott zu suchen, ist das Leben. Die Zeit Gott zu finden, ist der Tod. Die Zeit, Gott zu besitzen, ist die Ewigkeit". Dieser Ausspruch helfe, das Leben und Sterben zu verstehen. Pfarrer Pennoraj ging auf das Leben des Verstorbenen ein.

Großer Verlust

"Der Tod unseres Ehrenbürgers Pfarrer Leonhard Schinner ist ein großer Verlust für unsere Haberlandgemeinde", meinte Bürgermeister Gerhard Kellner. "Schinner hat uns 46 Jahre als Priester begleitet, er war ein Mann aus unserer Mitte, er war immer pflichtbewusst und er hatte für jeden ein offenes Ohr. Er hat das öffentliche Leben mitgeprägt. Schinner hat Generationen in der Seelsorge begleitet. Vergelt's Gott für alles."

Auch der Markt Parkstein verliert mit Schinner einen Ehrenbürger, der zugleich Träger der Bürgermedaille war. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann erinnerte nicht nur an "seine seelsorgerischen Leistungen, die Begleitung unserer Kinder, Vereine und Bürger, sondern auch an die vielen Bautätigkeiten, die er mit großem Interesse und Sachverstand begleitet hat. Er hat unsere Marktgemeinde mitgestaltet", meinte die Parksteiner Rathauschefin.

44 Weihekandidaten

Egid Mühlbauer, ein Studienkollege Schinners, erinnerte in seinem Nachruf an die gemeinsame Priesterweihe. "Im Jahre 1958 waren wir 44 Weihekandidaten, davon leben jetzt nur noch 16." Mühlbauer bezeichnete Leonhard Schinner als einen "gewissenhaften und volksnahen Pfarrer", der um sich selbst kein Aufsehen machte. "Lieber Mitbruder, ruhe in Gottes Frieden."

"Wer Profil hat, der hinterlässt Spuren", fasste Gertraud Dorner vom Parksteiner Pfarrgemeinderat das Wirken Schinners zusammen. Sie dankte dem Verstorbenen für sein Engagement und sein Wirken als Seelsorger. Der Parksteiner Kirchenchor und eine Abordnung der Blaskapelle Steiner umrahmten musikalisch den Trauergottesdienst sowie die anschließende Beisetzung.

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