25.02.2021 - 14:35 Uhr
AmbergOberpfalz

52 neue Coronafälle in Amberg und Amberg-Sulzbach

Bei den sprunghaft angestiegenen Corona-Infektionen in Amberg und Amberg-Sulzbach spielt auch das Klinikum St. Marien eine Rolle. Dort gab es in den vergangenen Tagen mehrere Ansteckungen. Eine Reihentestung aller Mitarbeiter ist die Folge.

Das Klinikum St. Marien in Amberg.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Acht neue Covid-19-Infektionen in der Stadt Amberg und 44 im Landkreis Amberg-Sulzbach: Dieser Tageszuwachs am Donnerstag hat die Inzidenzwerte in die Höhe schnellen lassen. Amberg liegt aktuell bei 101,88, Amberg-Sulzbach bei 132,99. Hintergrund ist offenbar auch ein erhöhtes Infektionsgeschehen am Klinikum St. Marien. Derzeit werden laut einer Presseinformation aus dem Krankenhaus 37 Patienten mit einer bestätigten Covid-Infektion stationär behandelt. Sieben davon bedürfen einer intensivmedizinischen Behandlung, von denen vier beatmet werden müssen "Die Corona-Mutationen haben einen hohen Anteil der insgesamt Infizierten erreicht", heißt es in der Mitteilung weiter. Von den 37 infizierten Patienten ist bei 24 Patienten die Infektion mit einer Mutation bestätigt. Es liegen noch nicht bei allen Patienten die Ergebnisse der Sequenzierung vor; soweit diese vorliegen wurde die britische Variante bestätigt.

Bei einem Teil der Patienten ist die Infektion auf eine Ansteckung innerhalb einer Station im Klinikum zurückzuführen. "Leider konnte dies trotz der strengen Hygienemaßnahmen nicht verhindert werden", heißt es weiter. Das Klinikum habe alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Auf der betroffenen Station seien seit dem Bekanntwerden keine neuen Patienten aufgenommen worden. Das OP-Programm bleibe zunächst bis nächster Woche eingeschränkt.

Um eventuell bestehende Infektionen zu erkennen und so eine mögliche Ausbreitung zu vermeiden, läuft seit Dienstag eine Reihentestung aller Mitarbeiter im Klinikum. Bis Mittwoch sind den Angaben zufolge rund 660 Mitarbeiter getestet worden, wobei in dieser Reihentestung keine weiteren Infektionen festgestellt worden seien. Aktuell sind insgesamt 23 Mitarbeiter wegen einer Covid-Infektion nicht im Dienst. Diese Infektionen gingen aber auch auf externe Infektionsgeschehen zurück.

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