11.04.2021 - 16:44 Uhr
AmbergOberpfalz

5390 zusätzliche Impftermine in sechseinhalb Stunden vergeben

Es hat tatsächlich nur sechseinhalb Stunden gedauert am Sonntag, dann waren die 5390 Dosen AstraZeneca-Impfstoff auch schon vergeben. Der Amberger BRK-Kreisverband hatte die zusätzlich bekommen und nach dem Windhundverfahren vergeben.

Viele Menschen in der Region warten sehnsüchtig auf die erlösende Spritze. 5390 von ihnen konnten sich am Sonntag eine Impfung mit AstraZeneca sichern.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Viele dachten, es sei ein verspäteter Aprilscherz oder wieder ein Versuch, mit der Corona-Pandemie Betrügereien zu betreiben. Am Sonntagvormittag machte urplötzlich die Meldung die Runde, das BRK bekomme für seine Impfzentren in Amberg und im Landkreis kurzfristig zusätzlich 5390 Dosen AstraZeneca-Impfstoff. Für diesen bestehe auch nicht die übliche Priorisierung, sie würden an die Stadt- und Landkreisbürger in der Reihenfolge vergeben, in der sie sich dafür anmelden. Eine kurze Rückfrage beim Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes, Sebastian Schaller, ergab: Nein, das ist kein Fake. Sowohl die Anzahl der Dosen als auch der Wegfall der Impfpriorisierung sind richtig.

Wegen der großen Zahl der Dosen habe man sich entschieden, ähnlich wie der Landkreis Tirschenreuth vorzugehen, und im Sinne einer Impfbeschleunigung auf die Priorisierung zu verzichten, sagt Sebastian Schaller. Dem liege eine simple Rechnung zugrunde. Derzeit seien in Stadt und Landkreis rund 10 000 Menschen über 60 Jahre, für die der AstraZeneca-Impfstoff empfohlen wird, für eine Impfung registriert. "Wir hätten nun innerhalb kürzester Zeit die Hälfte von ihnen erreichen und sie vom AstraZeneca-Impfstoff überzeugen müssen", sagt Schaller. "Das hätten wir bis Impfbeginn am Mittwoch einfach nicht geschafft." Daher der Weg, über ein reines Online-Portal das Vakzin mit dem zweifelhaften Ruf an die Frau oder den Mann zu bringen. Wobei der Ansturm zeige, dass der Ruf von AstraZeneca gar nicht so schlecht sei, im Gegenteil. "Innerhalb von sechseinhalb Stunden war alles gelaufen, waren alle Termine weg", sagt Sebastian Schaller. Unabhängig davon laufen die "normalen" Impfungen natürlich weiter.

Um diese Sonderaktion drehte sich alles

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