05.12.2021 - 09:55 Uhr
AmbergOberpfalz

Abrissbagger nähern sich dem Schlachthof-Turm

Die Abbrucharbeiten am Schlachthof rücken jetzt an die Schlachthausstraße heran, deshalb ist sie derzeit halbseitig gesperrt. Wer hier im Stau steht, sollte sich nicht ärgern, sondern bewusst einen Blick auf den markanten Turm werfen.

Inzwischen sind die Abbrucharbeiten am alten Schlachthof ganz nah an die Schlachthausstraße herangerückt. Deshalb ist sie momentan auch halbseitig gesperrt.
von Heike Unger Kontakt Profil

Der Turm, der zwischen zwei Gebäudekomplexen des Schlachthofs direkt an der Schlachthausstraße herausragt, sollte eigentlich erhalten bleiben und ins künftige Nutzungskonzept des Geländes eingepasst werden. Inzwischen aber ist klar: Dieses Vorhaben lässt sich nicht in die Tat umsetzen. Tragwerksplaner haben den Turm genauer untersucht, berichtet Stefan Graf, der Geschäftsführer der Amberger Ingenieursgesellschaft Umbraculi, die im Auftrag der Stadt die Abbrucharbeiten am Schlachthof geplant hat.

Ergebnis: Der Zustand der alten Substanz ist so schlecht, dass sich der markante Bau nicht erhalten lässt. Er wird jetzt also doch zusammen mit den anderen Gebäudekomplexen an der Schlachthausstraße abgerissen. Dahinter, quasi in zweiter Reihe, wurde ein Gebäude nur teilweise abgebrochen. Der Rest bleibt stehen, er soll Teil der hier geplanten Kletterhalle werden.

Sperrung bis 17. Dezember

Um den vorbeifließenden Verkehr nicht zu gefährden, wurde wegen der aktuellen Arbeiten direkt neben der Fahrbahn die Schlachthausstraße am 2. Dezember halbseitig gesperrt. Per Ampel-Schaltung werden die Fahrzeuge seitdem einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet, was zu den Stoßzeiten für Verzögerungen sorgen kann. "Die Straßensperrung ist bis zum 17. Dezember beantragt", informiert Stefan Graf und ist zuversichtlich, dass es zumindest für den fahrenden Verkehr dabei bleiben wird. Wenn zwischenzeitlich bei den Arbeiten keine Überraschungen auftauchen.

Es könnte allerdings sein, dass der Bürgersteig noch etwas länger gesperrt bleibt. "Das kommt darauf an, wie tief die Fundamente der Gebäude in den Gehweg hineinreichen." Eigentlich war die Sperrung von Straße und Gehweg schon für Mitte Oktober angekündigt gewesen. "Wir sind etwas hinten dran", sagt Graf zum aktuellen Stand der Arbeiten und erklärt auch, warum sie sich verzögert haben: Beim Abriss habe man noch Dämmstoffe in Gebäuden entdeckt, die man bis dahin nicht auf dem Schirm gehabt habe.

Keine Winterpause

Diese Materialien waren laut Graf zwar nicht belastet, konnten aber nicht mit dem inzwischen eingesetzten schweren Gerät entfernt werden, weil sie sauber von den anderen Gebäudebestandteilen getrennt werden müssen. Dazu waren Handarbeit beziehungsweise der Einsatz von Kleinmaschinen nötig, was länger dauere als die Arbeit mit den großen Geräten.

Ein Vorteil ist nach den Worten des Geschäftsführers, dass die Abbrucharbeiten keine Winterpause machen müssen. Prinzipiell könne man, anders als auf anderen Baustellen, unabhängig von der Witterung weitermachen. Gegen Staubentwicklung beim Abbriss spritze man zwar mit Wasser, das sei aber auch bei niedrigen Temperaturen normalerweise kein Problem.

Der Abriss des alten Amberger Schlachthofs hat begonnen

Amberg

"Die Straßensperrung ist bis zum 17. Dezember beantragt."

Stefan Graf, Geschäftsführer der Amberger Ingenieursgesellschaft Umbraculi

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