15.09.2020 - 15:16 Uhr
AmbergOberpfalz

A.K.T-Kunstverein zeigt die Werke seiner Mitglieder

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Kunst ist, wenn sie lebendig ist. Und uns etwas zu sagen hat. Oder einfach schön ist, politisch. Eine bunte Mischung von all dem bietet die Mitgliederausstellung des A.K.T.-Kunstvereins, die bis 22. September im Ring-Theater zu sehen ist.

Kunst ist, wenn der Künstler zufrieden ist. Hier ein Werk von Kaja Oursin, das in der Mitgliederausstellung des Amberger Kunstvereins A.K.T. zu sehen ist. Und zwar bis 22. September im Ring-Theater.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Erste Erkenntnis: Corona hat in der Amberger Kunstszene noch keine prägenden Spuren hinterlassen. Auch wenn Stephan Schramm die Mitgliederausstellung des A.K.T.-Kunstvereins im Ring-Theater mit einer großen Covid-19-Skulptur bereichert und Christa Scharl-Wolf eine wohl gefundene Gesichtsmaske kurzerhand in ein Kunstwerk umgeformt hat. Doch darüber hinaus bleiben die A.K.T.-Künstler ihren meist bekannten Linien - noch - treu. Möglicherweise schlägt Corona erst kommendes Jahr so richtig aufs Künstlergemüt.

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25 Ausstellende mit 55 Exponaten sind noch bis Dienstag, 22. September, im Ring-Theater zu sehen, darunter in der Amberger Kunstszene, soweit eine solche existiert, klangvolle Namen, aber auch Leute von denen man schon mal gehört hat und zum Teil gänzlich unentdeckte Talente. Besonders freuen sich A.K.T.-Vorsitzender Marcus Trepesch und der fürs Geld und die kreative Außendarstellung des Vereins zuständige Stefan Reuther über zwei absolute Neulinge.

So hat sich die erst 13-jährige Franziska Völkl einfach mal getraut und zwei Leinwände mit ihren Ideen bemalt. Und Cornelia Erben aus Hainsacker (18) erweckt das an sich trockene Element Serotonin in Form von Schlangen zum Leben. Erlaubt ist, was gefällt, nur Plagiate dürfen es nicht sein. Unschwer erkennt man den Pinselstrich der kreativen Silberrücken Achim Hüttner oder Heini Hohl. Unverkennbar der von Stefan Stock wiedererweckte Elektroschrott, der einem direkt in die Augen schaut, während Michael Jackson singt "Somebody's watching me". Aber auch bei den kleinen Metall-Elementen auf einem Sockel muss man nicht das Taferl lesen, um zu wissen, dass sie von Kurt Etzold sind.

Kultur findet nicht nur im Atelier statt

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Der Vorsitzende selbst befindet sich gerade in einer eher bunten Phase. "Aber die Nackerte muss schon drauf", gibt er dem Fotografen nicht ganz ernst gemeinte Anweisungen. Ziemlich nackig geht es auch bei Hannah Regina Uber zu, die nicht so perfekte Menschen in der von ihr gewohnten künstlerischen Präzision in Skulpturen formt. Und Roland Hindl stellt seinen Betrachter vor die Frage, warum sein Künstlerportrait von David Bowie so gar nicht wie Bowie aussieht. Eher wie Prince oder Sammy Davis Junior.

Viel los war übrigens auch bei der Vernissage am vergangenen Freitag, die natürlich trotzdem schwer unter Corona litt. Zum Glück war es aber so warm, dass die Band Sacrifice draußen spielen konnte, wo sich dann die Mehrheit der Besucher versammelte.

Information:

Teilnehmende Künstler

  • Hans Amberger
  • Susan Batten-Seidl
  • Michael Blocher
  • Karin Eimer
  • Cornelia Erben
  • Kurt Etzold
  • Hanne Geng
  • Heini Hohl
  • Roland Hindl
  • Achim Hüttner
  • Gerd Kaiser
  • Dagmar Lederer
  • Angelika Meitzel
  • Dagmar Stefanie Mencke
  • Susan Morton
  • Kaja Oursin
  • Norbert Scharf
  • Christa Scharl-Wolf
  • Stephan Schramm
  • Stefan Stock
  • Johann Sturcz
  • Marcus Trepesch
  • Hanna Regina Uber
  • Franziska Völkl

Ausstellungsort:

Foyer des Ring-Theaters, Spitalgraben 2 Amberg

Dauer der Ausstellung:

5. bis 22. September 2020

Öffnungszeiten:

Freitag und Samstag 15 -18 Uhr

Dienstag, 22. September, 15 - 18 Uhr

Der A.K.T.-Kunstverein:

Der A.K.T. Kunstverein ist ein freier Zusammenschluss von Künstlern aus Amberg und Umgebung. Mehr Infos im Internet unter www.akt-kunstverein-amberg.de

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