Amberg
12.04.2024 - 15:05 Uhr
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Alle sechs Amberger Brauereien feiern am 27. April wieder gemeinsam Bierfest

Seit 1994 ist am 23. April der „Tag des deutschen Bieres“. Seit 2016 nehmen alle Amberger Brauereien den Termin zum Anlass, gemeinsam ein Bierfest zu feiern. In diesem Jahr ist das am Samstag, 27. April, der Fall. Was Gäste wissen müssen.

Das Amberger Bierfest wird am Samstag, 27. April, von 11 bis 21 Uhr gefeiert. Ausgeschenkt wird das Bier von allen sechs Amberger Brauereien ausschließlich in diesen speziellen Amberg-Krügen. Bild: Petra Hartl
Das Amberger Bierfest wird am Samstag, 27. April, von 11 bis 21 Uhr gefeiert. Ausgeschenkt wird das Bier von allen sechs Amberger Brauereien ausschließlich in diesen speziellen Amberg-Krügen.

500 Jahre Reinheitsgebot: Dieses Jubiläum haben die Amberger Brauereien und die Stadt im Jahr 2016 zum Anlass genommen, eine neue Veranstaltung auf die Beine zu stellen – das Bierfest auf der Bleichwiese neben dem Amberger Kongresszentrum (ACC). Was 2016 mit der Premiere begann, hat sich längst zu einer liebgewonnenen festen Einrichtung entwickelt – und zu einem Tag, an dem alle sechs Amberger Brauereien gemeinsame Sache machen: Bruckmüller, Kummert, Schloderer, Sterk, Sudhang und Winkler. Gefeiert wird am Samstag, 27. April, von 11 bis 21 Uhr.

Ein Blick in das Stadtarchiv verrät, dass die Amberger Biertradition vor mehr als 500 Jahren begonnen hat. Und damit weit vor der Einführung des Reinheitsgebots von 1516, das vorschreibt, bei der Herstellung nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe zu verwenden. Eine vom Amberger Rat im Jahr 1456 erlassene Ordnung belegt das allgemeine Braurecht der Bürger. In dem Schriftstück heißt es: „Und es mag ein jeglicher, der hier wohnt, er sei Handwerksmann, Bierbrauer oder ein anderer, auf das Jahr allsoviel Bräu tun und bräuen lassen allsoviel einer vermag.“

"Stolz darauf sein"

Anton Bruckmüller, Chef der gleichnamigen Brauerei aus der Altstadt, ist heuer der Sprecher aller Amberger Brauer. Sie wechseln sich bei der Organisation des Bierfestes im jährlichen Rhythmus ab. Bruckmüller, dessen Braustätte erstmals 1490 erwähnt und 1803 von seinen Vorfahren übernommen wurde, sagt: "Auch wenn Amberg keine Großstadt ist, muss uns das erstmal einer nachmachen." Er meint damit: Alle sechs Betriebe brauen im Stadtgebiet. Zudem sind sie alle inhabergeführt, damit in Privatbesitz und nicht Teil eines Konzerns. "Da kann man als Amberger schon stolz darauf sein."

Die Brauer sind das zweifelsohne. Sie bringen jeweils ihre aktuell verfügbaren Biere zum Ausschank mit. Rund 50 verschiedene Sorten werden zu haben sein. Reiner Volkert, der Leiter des Amberger Kulturamts, bei dem aus städtischer Sicht alle organisatorischen Fäden zusammenlaufen, stellt sich den Ablauf so vor: "Man geht von Brauer zu Brauer und kann alle Biere durchprobieren." Damit das rein mengentechnisch auch machbar ist, gibt es keine Maßkrüge, sondern spezielle Amberg-Exemplare, in die 0,3 Liter passen. Somit bestehe die Chance, von jeder Brauerei ein Bier zu probieren, ohne beim Alkoholkonsum übertreiben zu müssen: "Nicht jeder verträgt sechs Halbe." Stattdessen kämen im von Volkert beschriebenen Fall sechs Mal 0,3 Liter zusammen, also knapp zwei Maß.

Nur spezielle Amberg-Krüge

Wichtig ist Anton Bruckmüller, dass jeder seinen Amberg-Krug mitbringt, wenn dieser noch aus einem der Vorjahre vorhanden ist. Wer keinen mehr hat oder noch nie einen besaß, "muss einen kaufen, dann kriegt er auch sein Bier". Alle anderen Krüge und Gefäße werden nicht befüllt. Der Amberg-Krug ist für fünf Euro zu haben, im Gegenzug ist der Eintritt frei. Mit anderen Worten: Wer noch einen Amberg-Krug hat, darf ich nicht nur mitbringen, sondern soll das auch.

Für Musik ist laut Angaben der Veranstalter wie gewohnt ebenfalls gesorgt. Von 11 bis 14 Uhr spielt das Übler Duo, also ein Zweier-Team der Wolfsbacher Übler Boum, die von "Done" verstärkt werden. Von 14.30 bis 17 Uhr übernimmt die Knappschaftskapelle Amberg, bevor der Abend ab 17.30 und bis zum Ende um 21 Uhr ganz im Zeichen der Boazn Briada aus Amberg steht. Um die Verpflegung kümmert sich die Mutzbraterei aus Schwarzenfeld mit Mutzbraten, Steaks, Bratwürsten und Käsespätzle. Bei Mutzbraten handelt es sich um Schweinefleisch aus Schulter oder Kamm, das mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt, mariniert und gegart wird.

Laut Simon Hauck, dem Leiter der Abteilung Kommunikation und Marketing bei der Stadt Amberg, fällt das Bierfest nur dann aus, "wenn es an diesem Tag in Strömen regnet, stürmen oder gewittern sollte".

Hintergrund:

Wissenswertes rund ums Bierfest

  • Das Amberger Bierfest findet am Samstag, 27. April, auf der Bleichwiese zwischen Kurfürstenbad und Kongresszentrum statt.
  • Festbetrieb herrscht von 11 bis 21 Uhr.
  • Es gibt einen "ProBIERkrug", aus dem die unterschiedlichen Sorten der Amberger Brauereien getrunken werden. Er kostet fünf Euro und wird nicht zurückgenommen.
  • Ein Set besteht aus einem Krug, zwei Chips und kostet zehn Euro. Jeder weitere Chip ist für 2,50 Euro zu haben.
  • Der Krug fasst 0,3 Liter.
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