Die Stadt Amberg will die Ladenöffnungszeiten neu regeln und spürbar ausweiten. Grundlage ist das seit August 2025 geltende Bayerische Ladenschlussgesetz, das den Kommunen mehr Spielraum einräumt. Im Hauptausschuss am Donnerstag im Rathaus wurde eine entsprechende Verordnung beraten und einstimmig verabschiedet. Das letzte Wort hat Ende April der Stadtrat.
Nur ein Ereignis fehlt noch
Kern der Neuregelung ist: Künftig soll es in Amberg drei statt bisher zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Zusätzlich werden bis zu acht sogenannte "verkaufsoffene Nächte" unter der Woche ermöglicht. Bislang konnten die Geschäfte in Amberg an zwei Sonntagen im Jahr öffnen: während des Krüglmarktes und der Michaeli-Dult. Diese Termine sollen auch bestehen bleiben, erklärte Rechtsreferent Bernhard Mitko. Neu hinzu kommt ein dritter verkaufsoffener Sonntag im Herbst. "Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir den vorgeschlagenen Tag, den 2. November, mit einem Ereignis kombinieren müssen, damit es den rechtlichen Ansprüchen genügt", sagte Mitko.
Geplant ist eine neue Veranstaltung, die von der städtischen Wirtschaftsförderung organisiert werden soll. Ziel ist es, ein weiteres Event mit überregionaler Strahlkraft zu etablieren, das viele Besucher in die Stadt zieht. Die Ladenöffnung soll wie gesetzlich vorgegeben maximal fünf Stunden zwischen 10 und 18 Uhr umfassen. In Amberg gilt üblicherweise 13 bis 18 Uhr. Die Stadt folgt damit dem Grundprinzip des Gesetzes: Nicht der Einkauf selbst soll im Mittelpunkt stehen, sondern eine Veranstaltung, die viele Menschen anzieht. Die Ladenöffnung gilt rechtlich nur als "Anhängsel" des Anlasses.
Mehr Abende zum Einkaufen
Neben den Sonntagen soll es künftig verlängerte Öffnungszeiten unter der Woche geben. Bis zu acht Abende im Jahr sollen Geschäfte bis maximal 24 Uhr öffnen dürfen. Diese "verkaufsoffenen Nächte" sollen sich auf bestimmte, jährlich wiederkehrende Termine verteilen. Zusätzlich können einzelne Händler eigenständig bis zu vier weitere lange Einkaufsabende anmelden – mit zwei Wochen Vorlauf bei der Stadt. Mitko betonte, dass die unterschiedlichen Interessen gegeneinander abgewogen wurden. Während Handel und Stadtmarketing von zusätzlichen Öffnungszeiten profitieren sollen, seien die Belastungen für Anwohner überschaubar. Die verlängerten Öffnungszeiten beschränken sich auf wenige Tage im Jahr und enden spätestens Mitternacht. Auch der Schutz der Beschäftigten sei berücksichtigt. Mitko machte deutlich, dass diese neue Verordnung die bisherige Amberger Ladenschlussverordnung vollständig ersetzt.
Der Wunsch nach einem dritten verkaufsoffenen Sonntag im Herbst sei im übrigen aus der Geschäftswelt gekommen, sagte Cerny. Und hier sei insbesondere der Termin vor dem Advent genannt worden.













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