02.02.2021 - 14:53 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg: Corona-Ausbruch im Seniorenheim Hellstraße: 21 Bewohner infiziert

Das Coronavirus hat sich im Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße ausgebreitet: Aktuell sind 21 Bewohner sowie vier Beschäftigte positiv auf Covid-19 getestet.

Viele Helfer, darunter auch Kräfte des Technischen Hilfswerk (im Bild), packten beim Einsatz im Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße mit an, um die weitere Verbreitung des Coronavirus’ in der Einrichtung einzudämmen.
von Externer BeitragProfil

Nachdem die Seniorenheime in Amberg laut einer Mitteilung der städtischen Pressestelle bis dato weitestgehend verschont geblieben waren, hat sich das Coronavirus nun doch in einem der Häuser im Stadtgebiet ausgebreitet. Betroffen ist das Seniorenheim der Diakonie in der Hellstraße. Dort wurden nach Auskunft der Stadt 21 Bewohner und vier Beschäftigte positiv auf Covid-19 getestet.

Die Infektion sei glücklicherweise nach Impfung der Heimbewohner erfolgt, schreibt die städtische Pressestelle weiter und zitiert den Heimleiter, Diakon Marcus Keil: „Allen unseren Bewohnerinnen und Bewohnern geht es gut. Sie haben allesamt einen milden Verlauf mit wenigen oder gar keinen Symptomen.“ Nach Keils Angaben sind momentan zwei Bewohner im Krankenhaus, aber nicht wegen der Coronainfektion, sondern wegen anderer Erkrankungen. Beide würden auf der Normalstation behandelt, so die Heimleitung weiter.

Die ersten Impfungen im Seniorenheim an der Hellstraße waren laut Keil gleich nach Weihnachten am 29. und 30. Dezember erfolgt. Die Zweitimpfung folgte am 20. Januar. Zum aktuellen Stand (Montag, 1. Februar) teilt er mit, dass bislang 81 Bewohner bereits einmal und 79 zum zweiten Mal geimpft worden sind.

Nichtsdestotrotz sei das Heim gefordert gewesen, Vorsorge für alle Bewohner zu treffen und die Infizierten von den negativ getesteten Menschen zu trennen und in so genannten Pandemiezonen unterzubringen. Dafür wurden laut Pressemitteilung aus dem Rathaus Desinfektionsschleusen errichtet. Insgesamt 25 Bewohner wurden mit ihrem gesamten Hab und Gut in andere Räume verlegt.

Viele helfen beim Umzug mit

Erschwerend beim Umzug kam hinzu, dass wegen der Breite der Türen in dem Gebäude die Betten nicht einfach hindurch geschoben werden konnten. Die Senioren mussten vielmehr ihre Betten verlassen. Angesichts dieser Tatsache hatte das Heim am vergangenen Freitag Hilfe angefordert. Diese leisteten fleißige Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und des Technischen Hilfswerks (THW) sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Amberg, Ehrenamtliche und die Bundeswehr.

Ihnen gilt der Dank von Oberbürgermeister Michael Cerny und Heimleiter Marcus Keil. „Sie alle haben dazu beigetragen, dass der Umzug innerhalb eines Tages am Samstag vonstattengehen konnte“, würdigen die beiden den Einsatz der vielen Helfer.

Bundeswehr hilft in Pflegeheimen

Amberg
Hintergrund:

Impfungen in den Seniorenheimen

  • Inzwischen hat in jedem Seniorenheim in Amberg und im Landkreis ein Erstimpfungstermin stattgefunden.
  • Letzter Erstimpfungstermin war der 25. Januar.
  • Bereits am 15. Februar werden alle Altenheime in Stadt und Landkreis einen Zweitimpfungstermin gehabt haben.
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