03.04.2020 - 15:06 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberg: Roßmarkt als Kippen-freie Zone

Der Roßmarkt als Vorzeigeplatz - in baulicher Hinsicht ist das schon weitgehend gelungen. Jetzt soll das i-Tüpfelchen folgen - in puncto Sauberkeit. Insbesondere soll die Fläche Kippen frei werden. Es könnte klappen: n Anlieger packen zu.

Der Roßmarkt soll frei von Kippen werden und auch bleiben – dafür engagieren sich Gina Renner, Karin Meixner-Nentwig und Sigi Renner (von links). Gesammelt werden die hochgiftigen Zigarettenstummel in Behältern, die auf Betreiben des Vereins Tobacycle aus recycelten Resten von Glimmstängeln hergestellt wurden.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Begonnen hat die Aktion bereits: Geschäftsinhaber und Anlieger kehren quasi vor der eigenen Haustür - und räumen Dreck weg, den andere hinterlassen. Konkret geht es um Zigarettenüberreste. Solche sollen dem Roßmarkt fortan so weit es geht erspart bleiben. Sehr zur Freude von Karin Meixner-Nentwig, die seit Monaten auf der Suche nach Mitstreitern ist, die dazu beitragen, dass Kippen nicht einfach zu Boden geworfen und damit zur Gefahr für unser Grundwasser, sondern gesammelt und danach recyclet werden. Mit im Boot hat sie jetzt die Familie Renner: "Die haben bisher schon gesammelt", verdeutlichte die ehemalige Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Amberg gegenüber Oberpfalz-Medien.

Im Juni 2019 startete die Aktion

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Gina Renner, Betreiberin des am Roßmarkt angesiedelten Café Rossi, bestätigte dieses Engagement in Richtung mehr Sauberkeit und erklärte dazu ihre Motivation: "Ich bin da aufgewachsen und habe jetzt selbst kleine Kinder. Der Platz repräsentiert auch unsere Geschäfte. Deshalb sehe ich das Sammeln auch als Teil unserer Verantwortung." Und sie fügte hinzu, je mehr Anlieger und Läden mitmachten, desto weniger Arbeit wäre es für die Einzelnen und desto sauberer bliebe die gesamte Fläche. Mit dabei seien außer ihr bereits Sigi Renner Friseure und Evs Moden.

Damit nicht genug, auch die Passanten sollten ihren Anteil dazu beitragen, dass die Initiative von Erfolg geprägt wird: "Wir sprechen die Leute offensiv an", so Gina Renner. Ziel sei es, die Menschen dazu zu bewegen, ihre Zigarettenstummel in den aushängenden Behältern zu entsorgen. Im Hof der Renners werde eine Sammelstelle eingerichtet und von dort die Kippen wiederum zentral zwischengelagert, um sie danach zum Verein Tobacycle nach Köln zu bringen, der sich um die Wiederverwertung dieser Art von Sondermüll kümmert. Er lässt daraus unter anderem Abfallbehälter verschiedener Größen herstellen.

Die Aktion findet immer mehr Anklang

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Hintergrund:

Tobacycle lässt Kippen recyclen

Der Verein Tobacycle hat bei seinem Bemühen, die hochgiftigen Zigarettenüberreste nicht in den Grundwasserkreislauf gelangen und sie stattdessen recyclen zu lassen, bundesweit Unterstützer gefunden. In Amberg ist dies Karin Meixner-Nentwig, die durch ihren Einsatz beim Bündnis für Familien dafür sorgte, dass über diese Schiene auch die Stadt Fördermitglied dieses Vereins wurde. Gönner aber hat Tobacycle zudem in der Familie Renner gefunden: Sie überweist nach Köln jeweils zum Jahresende die genannte Jahreszahl in Euro nach Köln - heuer also 2020 Euro. (ben)

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