Die Stadt Amberg hat vernetzte Köderschutzboxen eingeführt, um die Verbreitung von Ratten zu verhindern und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Diese Boxen verhindern nicht nur den Eintrag von Rattengift in die Umwelt, sondern melden auch jeden Rattenbesuch automatisch. Das teilt die Stadt Amberg mit.
Statt der bislang halbjährlich durchgeführten Rattenbekämpfungsaktionen setzt die Stadt Amberg künftig auf moderne und innovative Methoden zur Kontrolle. Konkret handelt es sich dabei um vernetzte Köderschutzboxen, die Rattenbesuche über Sensoren erfassen. Per Funk werden Informationen wie Ort und Zeitpunkt dann automatisch übermittelt, so dass sich vom PC aus nachvollziehen lässt, wo Ratten gesichtet wurden. „Dadurch kann nun umgehend gehandelt werden, bevor es zu einer Verbreitung kommt“, erklärt Lothar Thumbeck, der die Umstellung auf vernetzte Köderschutzboxen vorangetrieben hat.
Innovative Rattenkontrolle
Da sich Ratten oft über die Kanalisation verbreiten, werden im ersten Schritt 25 der vernetzten Köderschutzboxen im Kanalsystem genutzt. Hinzu kommen fünf weitere Köderschutzboxen, die oberirdisch platziert werden. Damit die Giftköder selbst bei Starkregen oder Rückstau im Kanal nicht in Kontakt mit Wasser kommen, verfügen die Köderschutzboxen über ein entsprechendes Verschlusssystem. Steigt der Wasserspiegel bis zur Köderschutzbox, verschließt sich diese automatisch. Sobald der Pegel wieder gesunken ist, öffnet sich die Verschlussklappe, so dass Ratten wieder an die Köder kommen.
Umweltfreundliche Lösung
„Es war uns wichtig, dass das neue System nicht nur effektiv, sondern auch umweltfreundlich ist“, betont Lothar Thumbeck. Mit der neuen Lösung wird sich der Gifteinsatz im Vergleich zur früher üblichen Methode, bei der die Giftköder ungeschützt in den Kanal eingehängt wurden, um bis zu 97 Prozent reduzieren. Wegen seiner Effizienz wurde das System bereits mit dem EcoDesign Award ausgezeichnet, der höchsten staatlichen Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland.
Durch die automatische Erfassung der Ratten in den einzelnen Köderschutzboxen erfolgt die Bekämpfung nun stets anlassbezogen. Damit erfüllt man in Amberg die neuen Vorschriften, die im Sommer in Kraft treten werden. Das willkürliche oder auch präventive Auslegen von Giftködern ist dann strikt untersagt.
Die Betreuung der vernetzten Köderschutzboxen übernimmt ein externer Dienstleister, der Zugleich Hersteller ist. „Obwohl es sich um einen externen Dienstleister handelt, können wir über den WebService jederzeit sehen und nachvollziehen, wo Ratten gesichtet und welche Maßnahmen ergriffen wurden“, erläutert Lothar Thumbeck. „Wir müssen uns also nicht mehr blind darauf verlassen, dass gute Arbeit geleistet wird. Durch die digitale Erfassung erleichtert sich mit dem neuen System zudem die Dokumentation für uns. Das war früher auch viel Arbeit“, so Thumbeck.
Damit Ratten erst gar nicht angezogen werden, ist allerdings die Hilfe aller gefragt. Essensreste sollten ordentlich entsorgt werden. Denn wo es keine Nahrungsquelle gibt, gibt es auch keine Ratten.
Diese Meldung basiert auf Informationen der Stadt Amberg und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.