Amberg
30.03.2022 - 11:50 Uhr

Amberg startet auf dem Weg zur Smart City Online-Bürgerbeteiligung

Amberg will Smart City werden, also eine intelligente, effiziente, digitale, grüne, nachhaltige, soziale und behindertengerechte Stadt. Die Einwohner dürfen sich an diesem Prozess beteiligen. Möglich ist das vom 1. April bis zum 31. Mai.

Behördengänge erledigen, einen Parkplatz finden oder eine Busverbindung prüfen: In einer Smart City reicht dafür ein Smartphone. Bild: Wolfgang Steinbacher
Behördengänge erledigen, einen Parkplatz finden oder eine Busverbindung prüfen: In einer Smart City reicht dafür ein Smartphone.

Smartphones, die in Echtzeit melden, wo sich der nächste freie Parkplatz befindet. Stellflächen in der Altstadt, die selbstständig erkennen, ob ein Anwohner auf ihnen steht. Oder Behördengänge, die auch weit nach Mitternacht erledigt werden können. Das sind nur drei Beispiele, was in Amberg eines Tages Realität sein könnte. Aber was erwarten die Amberger von einer Smart City, der intelligente Stadt? Welche Wünsche und Ansprüche haben sie? Die Stadt Amberg will genau das nun herausfinden.

Smart City – hinter diesem Begriff verbergen sich ganzheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher und nachhaltiger zu machen. Geht es nach der im Baureferat und Stadtentwicklungsamt sitzenden Smart-City-Managerin Julia Schönhärl, soll auch Amberg eine derartige Stadt werden – und zwar lieber heute als morgen. Das Ziel der Regensburgerin, die seit September vergangenen Jahres in Amberg wirkt, ist es, aus vielen Einzelbausteinen ein übergeordnetes Konzept zu entwickeln, um das Leben aller Menschen zu vereinfachen. Im Idealfall sollen damit auch Ressourcen und Kosten gespart werden.

Hotel-Gutschein zu gewinnen

Um den Ambergern die Gelegenheit zu geben, ihre Ideen für smarte und nachhaltige Projekte einzubringen, findet vom 1. April bis zum 31. Mai eine Onlinebefragung statt. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird eine Hotel-Übernachtung verlost. Die Ergebnisse der Online-Befragung werden von der Stadtverwaltung gesammelt und sollen in einer Ideenschmiede im Sommer weiterentwickelt werden. „Mit dieser Aktion verbinden wir die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit auf einen Streich“, sagt Julia Schönhärl, die von Heike von Eyb, der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, unterstützt wird. Sie sagt: „Die Ziele für nachhaltige Entwicklung geben uns einen Kompass, eine Idee, wo wir als Weltgemeinschaft in Zukunft hinwollen.“

In der Smart City wird durch den Einsatz moderner Technologien und durch die intelligente Nutzung von Daten ein Mehrwert für die Bürger geschaffen: Prozesse sollen transparent und einfach werden – egal in welchem Bereich. Die Smart City sei aber nicht nur ein Prozess für die Verwaltung. Julia Schönhärl: „Die Smart City geht alle an. Und alle sollen sie mitgestalten. So wird sich die Stadt als attraktiver Standort mit hoher Lebensqualität präsentieren. Die aktuelle Online-Bürgerbeteiligung wird zeigen, wo die Menschen kreative Ideen haben. Und wie sie vor Ort aktiv werden wollen für ihr zukunftsfähiges und smartes Amberg.“

"Alle Ideen sind willkommen"

Das Mitmachen werde den Interessierten leicht gemacht: So werden im Stadtgebiet Postkarten mit einem QR-Code für die Website www.amberg.de/ideen verteilt. Über diese Seite geht es auch ohne Code direkt zum Fragebogen, der in sechs Fragen alle wichtigen Informationen zu jeder Idee sammelt. Denn die Vorschläge sollen Wirkung zeigen: „Wir setzen auf das Engagement und Kreativität der Leute vor Ort.“ Ausdrücklich heißt es vonseiten der Stadt Amberg: „Im Rahmen der Befragung sind alle Ideen willkommen.“

Wichtig ist Schönhärl und von Eyb der Hinweis, dass in die Ideensammlung auch die städtischen Tochtergesellschaften (Stadtwerke, Wirtschaftsförderung) und das Klinikum St. Marien mit einbezogen werden. Mit der Online-Befragung wünschen sich die Initiatorinnen, Anstöße zu erhalten, um diese weiterzuentwickeln. Bis hin zu einer politischen Entscheidung im Stadtrat und einer damit einhergehenden Umsetzung der Bürgerideen. Nicht alles müsse dabei von der Stadtverwaltung allein initiiert werden. Julia Schönhärl: „Kooperation ist in Smart Citys ein wichtiges Element.“ Heike von Eyb ergänzt: „Und das wollen wir auch in Amberg weiterdenken.“ Falls es Fragen gibt, sind die Initiatorinnen unter amberg.beteiligt[at]amberg[dot]de zu erreichen.

Hintergrund:

Smart-City-Umfrage: So geht's

  • Zu finden ist die Online-Bürgerbeteiligung unter www.amberg.de/ideen
  • Diese Aufgaben erwarten die Teilnehmer: Titel der Idee,
    Beschreibung der Idee, Angabe der Akteure und Partner,
    mögliche Finanzierung, Angaben zur Altersgruppe und persönliche Daten (optional)
 
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