Amberg
15.10.2024 - 14:53 Uhr
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Amberg wird Winterdienst für Radwege einführen

Amberg will die Auszeichnung „fahrradfreundliche Kommune“ haben. Vorläufiges Mitglied ist die Stadt bereits. Doch in den kommenden vier Jahren gibt es viel zu tun. Ein großes Thema: ein verlässlicher Räumdienst für Radwege im Winter.

Die Köferinger Straße mit dem neuen Radweg war eines der Vorzeigeobjekte in der Stadt Amberg, die die Verantwortlichen der Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen präsentieren konnten. Bild: Wolfgang Steinbacher
Die Köferinger Straße mit dem neuen Radweg war eines der Vorzeigeobjekte in der Stadt Amberg, die die Verantwortlichen der Bewertungskommission der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen präsentieren konnten.

In der letzten Verkehrsausschusssitzung konnte Ulrich Schaller von der Stabsstelle Mobilität und der Stadt Amberg verkünden, dass die Kommune nun „vorläufiges Mitglied in der AGFK Bayern“ ist. Das ist schön. Aber was bedeutet das?

Zunächst einmal: AGFK steht für "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen". Dabei handelt es sich um ein Netzwerk bayerischer Kommunen, das 2012 mit Unterstützung der Bayerischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Es hat das Ziel, "die Nahmobilität und insbesondere den Radverkehr zu fördern", wie es auf der Website heißt. Der Verein hilft eigenen Angaben zufolge seinen Mitgliedern dabei, eine fahrradfreundliche Kommune zu werden.

Amberg eine der ersten Städte in der Oberpfalz

Sehr viele AGFK-Kommunen gibt es noch nicht in der Oberpfalz, wie Schaller auf Josef Witts (ÖDP) Frage, "in welcher Liga" Amberg denn nun spiele, einräumte. "Die Oberpfalz ist noch ziemlich unbeleckt. Sie ist größtenteils noch ein weißer Fleck. Wir sind eine der ersten Kommunen, die sich bei der AGFK engagieren." Neben Amberg sind nur noch Cham, Roding sowie die Stadt und der Landkreis Regensburg dabei. Schaller: "Da geht noch was in der Oberpfalz."

Nun hat sich in Amberg in den vergangenen Jahren viel getan, wenn es darum ging, fahrradfreundlicher zu werden. Da wären zum einen die roten Markierungen, die überall an kritischen Stellen auf dem Boden sind. Zum anderen die Fertigstellung des Riesenprojekts in der Köferinger Straße, um ein weiteres Beispiel zu nennen. Die Bezeichnung "vorläufiges Mitglied" bei der AGFK lässt aber schon vermuten, dass Amberg noch etwas zu tun hat. Schaller erklärte, dass bereits im Juli eine Bewertungskommission in Amberg war. "Die hat uns Hausaufgaben gegeben, die wir bis 2028 zu machen haben." Dann nämlich soll eine größere Kommission ein zweites Mal kommen und prüfen, ob Amberg dann als vollwertiges Mitglied in die AGFK aufgenommen werden kann. Vier Kategorien werden dabei unter die Lupe genommen: Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service.

Winterdienst für Radwege

Ein Thema, das die Amberger bis dahin angehen müssen, wurde noch einmal von Christina Schleicher (Grüne) aufs Tableau gehoben. "Wenn wir wirklich fahrradfreundlich sein wollen, müssen wir dann nicht auch den Winterdienst auf den Radwegen verbessern?" Ja, sagte Schaller. "Das ist eine Frage, mit der wir uns im Vorfeld schon auseinandergesetzt haben, als es darum ging, ob wir uns überhaupt bewerben. Wir wissen, das ist mit Personal und entsprechenden Anschaffungskosten verbunden ist. Ich muss aber ganz klar sagen, dass das ein Muss-Kriterium ist, um diese Zertifizierung zu bekommen." Ein zuverlässiger Radweg-Winterdienst muss bis 2028 gewährleistet sein. Das bedeute, dass zumindest die Hauptrouten für Radfahrer frei von Eis und Schnee sein müssen. Dafür wird es laut Schaller nicht nur zusätzliches Personal brauchen, sondern auch eine neue Räummaschine, die klein genug ist, um auf Geh- und Radwegen zu räumen. "Da müssen wir schauen, was seitens des Betriebshofs machbar und was der Stadtrat bereit ist, zusätzlich finanziell in die Hand zu nehmen."

Oberbürgermeister verspricht weitere Maßnahmen

In einer Pressemitteilung der Stadt Amberg wird Oberbürgermeister Michael Cerny zitiert. Dort betont er, dass die Stadt auch künftig in die Weiterentwicklung der Fahrradinfrastruktur investieren wird. „Wir stellen schon heute fest, dass immer mehr Ambergerinnen und Amberger ihre Autos stehen lassen und stattdessen das Fahrrad nutzen. Diesen Trend möchten wir durch den Ausbau der Fahrradwege weiter befördern", heißt es dort.

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Amberg20.12.2022
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