Los geht's für die Oberpfälzer am Freitag. Und da müssen sie sehr zeitig aufstehen, bereits um 7 Uhr hebt der Flieger in Nürnberg ab.
Am ersten Tag wird Bürgermeister Antoine Audi die Oberpfälzer im Rathaus empfangen. "Die Geschenke für unsere Gastgeber sind schon verpackt", verrät Kulturreferent Wolfgang Dersch. Er freut sich schon darauf, Périgueux im Festtrubel zu erleben. Obwohl der Sonntag der Haupttag der Félibrée sein wird, bekommen die Oberpfälzer an den beiden vorherigen Tagen schon einen Vorgeschmack auf das populäre okzitantische Festival zu Ehren der "langue d'oc", einer galloromanischen Sprache, die hauptsächlich im unteren Drittel Frankreichs (ab Limoges südwärts) gesprochen wird.
Wie Catherine Gorse, Präsidentin der Amis d'Amberg, erklärt, wurde die erste Félibrée auf Initiative des Dichters Frédéric Mistral 1903 in Mareuil sur Belle abgehalten. Périgueux ist besonders stolz darauf, Gastgeber der 100. Félibrée zu sein. Wolfgang Dersch erzählt, es sei der große Wunsch der Franzosen gewesen sei, dass die Oberpfälzer in Tracht erscheinen. Deshalb werden Dirndln und Lederhosen in die Koffer gepackt. "Tracht drückt Heimatverbundenheit aus", so Dersch. Er findet es schön, "wenn sich die Menschen mit ihren Traditionen identifizieren".
Ausführen werden die Amberger ihre Dirndln und Lederhosen am Sonntag - beim festlichen Defilee durch das prächtig geschmückte Stadtzentrum von Périgueux, bei einer Messe auf Okzitantisch in der Kathedrale St. Front, dem offiziellen Festakt und der Taulada, einer traditionellen Mahlzeit. Am Montag fliegen die Amberger von Bordeaux über Lyon zurück nach Nürnberg. Am frühen Abend werden sie wieder in Amberg eintreffen - mit vielen neuen Eindrücken.













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