OB-Kandidatin Birgit Fruth forderte dabei nicht nur eine attraktivere Bahnverbindung in die Metropolregionen Nürnberg und Regensburg , sondern auch einen barrierefreien Ausbau: „Das ist für unsere Heimat besonders wichtig“. Zudem müsse die Preisgestaltung für eine Fahrkarte von Amberg nach Nürnberg auf den Prüfstand kommen, „denn diese Kurzstrecken sind das A und O, um schneller in diese Zentren mit der Bahn zu kommen“.
Den Prognosen nach sollen sich die Fahrgastzahlen bis 2030 verdoppeln, mehr Güter auf die Schiene verlagert und die Wettbewerbsfähigkeit der Bahn verbessert werden. Letztendlich sei dies auch ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele. „Und es kann nicht sein, dass ein Flug von Nürnberg nach Zürich billiger ist als ein Bahnticket von Amberg nach Nürnberg“, sagte Fruth, die auch gern weitere Pendlerparkplätze hätte. Laut Martin Burkert, der im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundestages sitzt, werde der Ausbau des Bahnhofs voraussichtlich um das Jahr 2021 herum an der Reihe sein. „Derzeit ist der Sachstand so, dass für Amberg die Planungen bis zur Baureife vorangetrieben werden“, versicherte der SPD-Verkehrsexperte aus Nürnberg.
Eine positive Nachricht, nicht nur für die Amberger Genossen, war aber auch, dass Amberg vom Deutschland-Takt profitieren werde. Zum Beispiel mit einer Intercity-Verbindung nach Prag, die alle zwei Stunden fahren soll. Mehrmals pro Stunde soll es zudem von Amberg nach Nürnberg gehen – einem der großen Knotenbahnhöfe im Deutschland-Takt. „Von dort aus gelangen die Fahrgäste aus Amberg dann im Halbstundentakt weiter nach Frankfurt, Hamburg oder Berlin“, sagte Martin Burkert.
„25 Jahre Bahnreform – kein Grund zum Feiern“ war das große Thema der SPD am Freitagabend. Dazu hatte der Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth den Bundestagsabgeordneten und Verkehrsexperten Martin Burkert eingeladen.
Ein Vierteljahrhundert nach der Bahnreform sei die Situation der Schiene in der Oberpfalz und auch in Amberg so schwierig wie schon lange nicht mehr, sagte der Bundestagsabgeordnete aus Nürnberg: „Die Schiene ist bei uns in keinem guten Zustand, es fehlt an Zügen. Qualität und Pünktlichkeit sind vielfach im Keller.“ Die Infrastruktur sei überaltert und der Investitionsstau liege auf einem Rekordniveau von 58 Milliarden Euro. Insgesamt gesehen dürften laut Burkert etwa 86 Milliarden Euro nötig sein, um für die Bahn eine moderne Infrastruktur schaffen zu können.





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