30.09.2021 - 17:24 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger Polizei ist jetzt auch auf dem Pedelec unterwegs

Was hat es mit den beiden Männern mit der auffälligen Polizeiuniform auf Pedelecs zu tun? Und warum werden derzeit Fahrradfahrer auf freier Strecke kontrolliert? Die Erklärung ist ganz einfach und logisch.

von Andreas Ascherl Kontakt Profil

"Halt, Polizeikontrolle!" Diese Anordnung kommt Autofahrern bekannt vor. Doch als Radler wird man auf freier Strecke direkt am Eingang des ehemaligen Landesgartenschaugeländes eher selten von Uniformierten angehalten. Dort überprüfen Beamte der Amberger Inspektion derzeit, ob sich die - inzwischen meist mit einem Motor angetriebenen - Fahrräder auch in einem verkehrssicheren Zustand befinden. Gleiches tun übrigens derzeit die Kollegen in Sulzbach-Rosenberg.

Sorgfältig schaut sich die Beamtin das Fahrzeug an. Funktionieren beide Bremsen? Hat das Rad ein Licht und Reflektoren? Geht die Klingel? Alles in Ordnung, der Radler kann weiterfahren. "Und bitte das nächste Mal einen Helm aufsetzen", gibt es als guten Rat für all jene, die "oben ohne" unterwegs sind. Es geht nicht um das Bestrafen bei dieser Aktion. Wessen Radl kleine Mängel aufweist, erhält anstelle eines Strafzettels eine Gedächtnisstütze, was alles zu richten ist, und eine mündliche Verwarnung.

Mit dem Handy wird es teuer

Nur wer mit dem Handy am Lenker erwischt wird, zahlt. 55 Euro kostet das auf zwei Rädern - weil es so gefährlich für den Fahrer selbst und seine Umgebung ist. "Wir hatten seit Mai 43 Fahrrad-Unfälle", begründet der Pressesprecher der Polizeiinspektion Amberg, Achim Kuchenbecker, vor Ort die Kontrollen. Die modernen E-Bikes sind deutlich schneller unterwegs als ihre "analogen" Vorgänger, oft steigen auch ältere Menschen auf ein elektrisches Radl, die normalerweise nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs wären.

Heute ist auch die Gelegenheit, der Öffentlichkeit die neuen Fahrradstreifen der PI vorzustellen. Ausgestattet mit modernsten Pedelecs, sind die Beamten an ihrer auffälligen Uniform sofort zu erkennen. Sie sollen auf den Fahrradwegen und in der Amberger Fußgängerzone patrouillieren und als Ansprechpartner für Zweiradfahrer und Fußgänger gelten. Derweil laufen die Kontrollen am LGS-Gelände weiter. Fast alle Räder sind hervorragend in Schuss, die Fahrer reagieren freundlich und begrüßen die Maßnahme zum größten Teil sogar. Denn Sicherheit geht vor, darin sind sich alle einig.

Leider passiert das immer öfter

Amberg

 

 

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