30.07.2020 - 14:10 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger produzieren weniger Müll

Die Amberger haben 2019 im Vergleich zum Jahr davor etwas weniger Müll produziert. Ebenfalls leicht zurückgegangen ist allerdings auch die Verwertungsquote. Sie liegt mit 65 Prozent im bayerischen Durchschnitt.

Der Müll-Bunker in Schwandorf. Dort landet Abfall aus Amberg.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Die Zustände in den frühen 90er-Jahren, als die Stadt Amberg ihren Müll teilweise nach Frankreich exportieren musste, sind dank des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf lange vorbei. Trotzdem sollen die Bürger natürlich möglichst wenig Müll produzieren und davon einen möglichst großen Anteil der Wiederverwertung zuführen. In der Stadt ging entsprechend die Müllmenge pro Einwohner von 546,95 Kilo pro Jahr (2018) auf 528,88 Kilo (2019) zurück. Wobei der Großteil der Menge aus Wertstoffen wie Altpapier, Grüngut, Altglas oder Umverpackungen aus dem Gelben Sack bestand. Der Restmüll ging um 1,28 Prozent auf 146,75 Kilo pro Einwohner zurück.

Wie Fachreferent Bernhard Mitko in der letzten Sitzung des Umweltausschuss vor den großen Ferien erläuterte, gab es 2019 unabhängig von der positiven Gesamtentwicklung bei fast allen Müllfraktion leichte Rückgänge zu verzeichnen. Angefangen beim oben erwähnten Restmüll, der zur thermischen Verwertung ins Schwandorfer Müllkraftwerk gefahren wird (2019 - 6300 Tonnen) bis hin zum Gewerbeabfall, der zum großen Teil aber von den Unternehmen selbst in Schwandorf angeliefert wird. Ein deutliches Minus verzeichnen die Statistiker für das Aufkommen an Sperrmüll, der zum größten Teil ebenfalls verbrannt wird. Fielen hier 2018 noch 542 Tonnen oder 12,59 Kilo pro Einwohner an, so waren das 2019 nur noch 483 Tonnen oder 11,25 Kilo pro Amberger. Ein Minus von 59 Tonnen oder 10,89 Prozent.

Stark witterungsabhängig ist im Gegensatz zum sonstigen Müllaufkommen der Anfall von Grüngut, das über die Container im Stadtgebiet gesammelt wird. Hier gab es 2019 erneut einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen, laut Bernhard Mitko ein deutliches Zeichen eines sich ändernden Klimas. "Das ist durchaus auf die wiederkehrende jährlich langanhaltende Trockenheit zurückzuführen", sagte der Referent angesichts der Grüngutstatistik. Die verzeichnet für das Jahr 2015 noch eine relativ geringe Menge von 6246 Tonnen, um das Jahr darauf, im relativ feuchten Sommer 2016, auf 7780 Tonnen hochzuschnellen. Seither nimmt das Grüngut allerdings kontinuierlich ab. Waren es 2017 noch 6912 Tonnen, ging der Wert 2018 auf 6772 Tonnen zurück, um 2019 mit 6139 Tonnen den vorläufigen Tiefpunkt zu erreichen. Den größten Anteil am Gesamtmüllaufkommen, für das übrigens nicht nur die Bürger sondern auch die örtlichen Betriebe verantwortlich zeichnen, nimmt jedes Jahr die Fraktion Wertstoffe ein. 2019 waren das rund 58 Prozent des gesamten Mülls.

Der Restmüll schlägt hier mit gut 28 Prozent zu Buche, Gewerbeabfall mit 12 Prozent. Den kleinsten Anteil am Müllkuchen schneidet im Stadtgebiet der Sperrmüll ab, der nur rund zwei Prozent der Gesamtmenge ausmacht.

So viel Müll produzierte im Jahr 2019 jeder Amberger im Durchschnitt.

So sah es für das Jahr 2018 aus

Amberg

2016 gab es Diskussionen wegen der steigenden Grüngutmengen

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