25.11.2021 - 16:41 Uhr
AmbergOberpfalz

Amberger "Winterhoffest" unter strengen Auflagen

Trotz strenger Corona-Regeln konnte Toby Mayerl sein „Winterhoffest“ in Amberg am Mittwoch feiern. Die Gäste kamen. Noch einmal würde Mayerl die Veranstaltung unter solchen Bedingungen aber nicht abhalten.

Unter dem weihnachtlichen Sternenhimmel haben es die Gäste am "Winterhoffest" genossen, der Musik zu lauschen, Glühwein zu trinken und brasilianisches Essen zu probieren.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Zunächst war nach Markus Söders Presseerklärung am vergangenen Freitag nicht klar, ob das "Winterhoffest" von TNT-Productions im Innenhof des Herrnstraßen-Gebäudes mit den Hausnummern 6 bis 8 stattfinden konnte. Doch am Mittwochmorgen erreichte die Redaktion den gut gelaunten Veranstalter Toby Mayerl, der sagen konnte: "Es findet alles wie geplant statt. Wir haben von der Dehoga (Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband, Anm. d. Red.) sogar die Auskunft bekommen, dass die 25-Prozent-Auslastungsregel für uns nicht gilt, da wir keine fest angemeldete öffentliche Veranstaltung sind." Im Vorverkauf waren bereits 109 Karten über den Tisch gegangen. Das wäre die maximale Anzahl der Gäste gewesen, hätte die Regelung auch für das "Winterhoffest" gegolten. Mayerl sagte im Voraus der Veranstaltung: "Im Grunde können wir jetzt so viele Gäste reinlassen, wie wir wollen." Allerdings wies er auf die Maskenpflicht hin. Eine übervolle Schwitzorgie sollte das Fest auf keinen Fall werden.

Mayerl erklärte, dass es an der Abendkasse noch Karten gab, die Veranstalter aber einen Schlussstrich ziehen wollten, wenn es für sie den Anschein gehabt hätte, dass es "ein Gedränge" gibt. Für die gesamte Veranstaltung galt die 2G-plus-Regel, das heißt, dass die Gäste, egal ob geimpft oder genesen, nur reinkamen, wenn sie ein offizielles negatives Testergebnis vorweisen konnten.

Dankbar für die Unterstützung

Ganz so unbeschwert wie erhofft ging das Fest dann aber doch nicht über die Bühne. Am Tag nach der Veranstaltung erzählte Mayerl, dass die Stimmung bei den Gästen zwar richtig gut gewesen sei, durch die 2G-plus-Bestimmung aber einige potenzielle Besucher an der Abendkasse wieder umgedreht seien. "Zum Glück kann man aber sagen, dass die Mehrzahl der Gäste das ohne Probleme mitgemacht haben", sagte der Musiker. Zudem habe Mayerl ein paar Anrufe von ungeimpften Menschen bekommen, die wissen wollten, ob sie entweder auch ohne Impfung reindürfen oder aber ihr Geld zurückbekommen. Auch seien einige Besucher nicht aufgetaucht, die sich im Vorverkauf Karten gesichert hatten. Laut Mayerl waren mit Vorverkauf und Abendkasse zwischen 110 und 120 Besucher auf dem "Winterhoffest". Drei Sicherheitsleute hätten dafür gesorgt, dass schon beim Einlass alle Vorlagen erfüllt werden. Mayerl: "Zwei, drei standen schon draußen, die das nicht eingesehen haben und frustriert heim sind."

Fazit fällt durchwachsen aus

Oberpfalz-Medien wollte von Mayerl wissen, ob er denkt, die Veranstaltung sei trotz allem ein Erfolg gewesen. Als Musiker sagt Mayerl: "Auf jeden Fall. Die Leute hatten Spaß, und wir würden das Format auch gerne im nächsten Jahr wieder machen. Die Gäste kamen bis aus Garmisch-Patenkirchen." Als Veranstalter, der auf die Kasse schauen muss, fällt sein Fazit durchwachsener aus. "Das ist natürlich nicht schön, wenn man ein Event für 300 bis 400 Gäste plant und dann den Einlass beschränken muss." Auch musste die Veranstaltung aufgrund der seit dieser Woche geltenden Regeln schon um 22 Uhr und nicht wie geplant um 23 Uhr enden. Mayerl sagt: "Natürlich stehen der Aufwand und der ökonomische Nutzen in keinem Verhältnis zueinander." Noch wisse er nicht genau, wie viel auf der Soll- und auf der Habenseite steht. Mayerl möchte das Event wiederholen, aber nur, wenn es bis dahin weniger strenge Auflagen als dieses Mal gibt.

So reagierte der Veranstalter auf die Absage des Amberger Weihnachtsmarkts

Amberg
Vom Boden aus sahen die Gäste die Weihnachtsbeleuchtung, die an den Gebäuden des Hinterhofs hing.
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