Da kamen insgesamt einige Jahrzehnte an Lebenserfahrung zusammen, als Katharina Wagner vergangenen Donnerstag ihren 90. Geburtstag feierte. Denn neben zahlreichen Verwandten, die teilweise aus der Stuttgarter Gegend angereist waren, feierten zwei ihrer Schwestern mit, und deren 90. Geburtstage sind schon einige Jahre her.
Als fünftes von sechs Kindern kam Katharina Wagner am 13. August 1936 in Amberg zur Welt. Der Vater war Bergmann. Katharina ging in die Max-Josef-Schule, lernte Hauswirtschaft und arbeitete als junge Frau als Haushaltshilfe in einem Amberger Getränkefachgeschäft, später kurzzeitig in der Firma Romen. 23 Jahre alt war die Jubilarin, als sie den Maler Hellmuth Wagner heiratete. Eine Tochter kam zur Welt und im Laufe der Jahre zwei Enkelkinder, dann auch noch zwei Urenkel.
Zeitlebens wohnten die Eheleute Wagner im Wagrainviertel. Die Wagners waren ein Ehepaar, das Geselligkeit liebte. Dazu meint eines ihrer Enkelkinder: "Meine Großeltern ließen keine Faschingsfeier, kein Wein- oder Feuerwehrfest oder keine Ammersrichter Kirchweih aus, waren da immer mit dabei." An eine Geschichte erinnert sich Katharina Wagner, denn als sie als Haushaltshilfe den Auftrag bekam, beim Rahm in der Schiffgasse einen lebenden Karpfen zu besorgen, hielt sie sich strikt an das, was man ihr aufgetragen hatte: Einen lebenden Karpfen brachte sie nach Hause, legte den auf den Küchentisch, und plötzlich war der Fisch weg. Er schnalzte unter dem Tisch.
Hellmuth Wagner verstarb bereits vor 26 Jahren. 2023 zog Katharina Wagner in das Seniorenheim Hl. Geist Stift, wo sie sich gut versorgt fühlt und mit sich und der restlichen Welt vollauf zufrieden. Im Auftrag des Oberbürgermeisters Michael Fritz gratulierte Bürgermeisterin Birgit Fruth, übermittelte die besten Wüsche des Amberger Stadtrats und überreichte einige Euro Amberger Stadtgeld.













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