In seinen fünf ausgestellten Werken setzt sich der Künstler Gerd Seidel mit der Ausstellung "Vorfreude" kritisch mit dem gesellschaftlichen Bedeutungswandel des Weihnachtsfestes auseinander. Er lädt die Ausstellungsbesucher dazu ein, die Collagen genau zu betrachten, denn es gebe nach seinen Aussagen spannende und interessante Details zu entdecken, die beim flüchtigen hinsehen unentdeckt bleiben würden. Die Ausstellung ist entstanden, weil Seidel nach seinen Aussagen die Betrachter auch zum Nachdenken über das Konsumverhalten zum Weihnachtsfest anregen möchte.
Die Freude der Menschen auf das Weihnachtsfest ist laut Seidel immer schon ein wichtiger Bestandteil des Jahres gewesen, doch was die Menschen in der jetzigen Zeit daraus gemacht hätten, habe nach seinen Aussagen nicht mehr viel mit dem eigentlichen Sinn der Advents- und Weihnachtszeit zu tun, der in der Menschwerdung Gottes liege. "Der Konsumrausch, ja der Konsumwahn, lässt die eigentliche Bedeutung dieses wichtigen Festes in den Hintergrund treten", so Seidel. Der Zyklus mit dem Titel "Vorfreude", bestehend aus einer Materialcollage und vier Papiercollagen, beschäftigt sich mit diesem Thema, und will den Betrachter auffordern, die aktuelle Situation um dieses Fest kritisch zu hinterfragen.
Seidel zeigt in seinen fünf Arbeiten, wie sehr der eigentliche Sinn der Advents- und des Weihnachtsfestes, vom Konsumwahn vereinnahmt wird. Er fordert den Betrachter nicht nur auf, den Blick zu schärfen, sondern sich mit der Thematik kritisch auseinanderzusetzen. Seidel lässt dabei jeden Einzelnen eine eigene Interpretation, die aber erst nach intensiver Betrachtung erfolgen könne, wie er betont.
Wichtig ist dem Künstler, sich Zeit zu nehmen und die Arbeiten zu ergründen. Dafür sei der Ausstellungsort in der Basilika St. Martin bestens geeignet. Die Werke sind von 29. November bis 6. Januar in der Basilika St. Martin in der Apsis hinter dem Hochaltar zu den üblichen Öffnungszeiten des Gotteshauses zu sehen.

















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