Die Bäckerei Nußstein verlagert ihre Produktion vom traditionsreichen Standort im Dreifaltigkeitsviertel in ein Gewerbegebiet an der Kastnerstraße, einem Seitenarm der Fuggerstraße. Doch zuvor muss erst noch auf 1600 Quadratmetern der Neubau entstehen. Vor 90 Jahren legten Josef und Maria Nußstein, die bereits eine Bäckerei in Raigering betrieben, in der Bäumlstraße 12 den Grundstein für ein Geschäftshaus, um Brot und Backwaren, angeliefert aus Raigering, zu verkaufen. Jetzt wagt Ulf Fischer, der Neffe der Firmengründer-Enkelin Irene Kraft, den nächsten Schritt. Er investiert "viel Geld", wie er am Dienstag beim Spatenstich sagte, in eine "gläserne Bäckerei" mit Backstube, Ladenverkauf und Café: "Die Leute können beim Frühstück sehen, wie ihr Croissant produziert wird." Die bisherige Backstube an der Bäumlstraße bleibt als Filiale erhalten. Stolz ist Fischer, der wegen des Neubaus ein halbes Dutzend neuer Arbeitskräfte einstellen will, auch auf das energetische Konzept, das Architekt Georg Zunner umsetzt: "Wir nutzen die Abwärme der Öfen für die komplette Gebäudetechnik." Die Fertigstellung ist für Anfang 2021 vorgesehen. Oberbürgermeister Michael Cerny freute sich über die Entscheidung eines traditionsreichen Amberger Unternehmens, derart zu vergrößern: "Es geht aber nicht nur um das Wachsen, sondern auch um die Qualität." Der Name Nußstein stehe dafür, dass es sich nicht um Teiglinge handelt, "die von irgendwo herkommen und in einem Discounter aufbereitet werden". Karlheinz Brandelik, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Gewerbebau, ließ am Rande wissen, dass mit dem Nußstein-Neubau das 2014 von der Firma Siemens abgekaufte und elf Gewerbeparzellen große Areal komplett bebaut sein wird. Die Entscheidung, an dieser Stelle für Flächen für Amberger Unternehmen zu sorgen, die sich entwickeln wollen, sei richtig gewesen.
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