05.07.2021 - 14:20 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergfest-Abschluss in Amberg: Auch der Bischof vermisst Bier und Bratwürste

Das Amberger Bergfest fand auch in diesem Jahr ohne den weltlichen Teil statt. Keine kühle Mass Bier, kein Bratwurstgeruch in der Luft. Aber trotzdem kamen viele Pilger zu den Gottesdiensten. Auch zum Abschluss am Sonntagabend.

von Andreas Brückmann (brü)Profil

Der Abschluss des Amberger Bergfestes wurde in diesem Jahr nicht in der Wallfahrtskirche gefeiert, sondern davor, mit einer Freiluftmesse, zu der am Sonntagabend viele Gläubige erschienen. Die dabei zunächst angedachte Lichterprozession wurde abgesagt. Pfarrer Markus Brunner (St. Georg), der die Leitung des Abschlussgottesdienstes übernahm, hatte damit bereits im Vorfeld Weitblick bewiesen. Denn kaum 20 Minuten nach Beendigung des Abschlussgottesdienstes öffnete der Himmel seine Schleusen und es goss in Strömen.

Eineinhalb Stunden zuvor hatte sich Brunner aber gefreut, den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer willkommen zu heißen, der sagte: „Im Lauf meiner bisherigen achtjährigen Laufzeit im Amt bin ich froh, dass ich alle Formate des Amberger Bergfestes einmal kennenlernen durfte. Ich erinnere mich noch gut an das erste Jahr, bei dem ich hier auch den Abschluss mit Ihnen feiern durfte. Damals noch unter in Anführungszeichen gesprochen normalen Bedingungen.“ Voderholzer kam danach auf die Pandemie zu sprechen: „Heute sind wir unter Corona-Bedingungen vereint. Aber es ist schön, dass trotzdem so viele gekommen sind.“ Dass der kirchliche Teil des Festes stattfinden konnte, sei eine gute Nachricht - trotz der Auflagen.

Und der Gast aus Regensburg war gut informiert. Er habe erfahren, dass der Besuch über die ganze Woche hinweg sehr gut gewesen sei. Immer dann, wenn die Glocken im Kirchturm zum Gottesdienst einluden. Mit einem kleinen Lächeln im Gesicht ermunterte der Regensburger Bischof weiter: „Wir haben ja nichts gegen Bier, und wir haben auch nichts gegen Bratwürste." Er wisse auch um die wirtschaftliche Seite des Amberger Bergfestes: "Mir sind auch die Sorgen und Nöte der Amberger Gastronomie und der Brauwirtschaft sehr wohl bewusst und keineswegs egal.“ Aber: „Die Pandemie hat uns mit Gewalt auf den geistlichen Kern der Bergfestwoche zurückgeworfen und uns zur Besinnung gerufen."

So war der Start des Amberger Bergfestes 2021

Amberg

So reagierten die Amberger auf ihr Bergfest ohne weltlichen Teil

Amberg

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.