21.04.2021 - 13:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Bergfeste in der Region: Planung in der Schwebe

Die Corona-Pandemie beeinflusst auch die Planung der jährlichen Bergfeste. Davon gibt es im Landkreis Amberg-Sulzbach einige. Ob und in welchem Umfang sie dieses Jahr stattfinden können, ist bei einigen immer noch unklar.

Es wirkt lange her. So dicht gedrängt wird es heuer auf dem Mariahilfberg nicht zugehen.
von Mareike Schwab Kontakt Profil

Jedes Jahr zieht der Annaberg in Sulzbach-Rosenberg Tausende von Menschen an. Gläubige und Pilger treffen sich während der Bergfestwoche Ende Juli bei der St. Anna Wallfahrt. Doch auch dieses Jahr muss die verantwortliche Pfarrei St. Marien coronabedingt umplanen. „Was genau umsetzbar ist, können wir erst kurzfristig entscheiden. Das hängt von der Corona-Situation ab“, sagt Gabriele Schötz, die Sekretärin des Pfarrbüro St. Marien. Fest steht momentan: Wie im vergangenen Jahr sollen für die Gottesdienste wieder Bänke im Freien aufgestellt werden. Mit genügend Abstand haben so pro Bank jeweils zwei Leute platz. Für den Festsonntag sind zwei große Gottesdienste und eine Abendandacht geplant. Unter der Woche sollen pro Tag zwei Gottesdienste, vormittags und nachmittags, stattfinden. Die Gottesdienstbesucher müssen sich, laut der Sekretärin, vorher jedoch anmelden. „Letztes Jahr wurde das Angebot, trotz der Umstände gut angenommen“, sagt Schötz.

Ob Besucher dieses Jahr auf dem Annaberg auch wieder ein kühles Bier im Schatten der Bäume genießen können, ist bis jetzt noch unklar. Für diese Entscheidung ist die Stadt Sulzbach-Rosenberg zuständig: „Das wollen wir Anfang Mai entscheiden“, sagt Nina Mutzbauer vom Stadtmarketing. Momentan hinge der weltliche Teil des Annabergfest noch in der Schwebe. „Wir haben die ganze Zeit gehofft, dass eine bundesweit einheitliche Entscheidung von höherer Stelle getroffen wird“, sagt Mutzbauer.

Vier Gottesdienste pro Tag

Auch das Mariahilfbergfest in Amberg wird pandemiebedingt wieder nur im kleineren Rahmen stattfinden. Das heißt: Kein Bierzelt, keine Schmankerl und keine Gaudi. Der weltliche Teil fällt aus. Das sei sehr schade, sagt Pater Seraphin Bartosz Broniowski, Guardian und Rektor der Kirche: „Es ist nicht optimal. Aber so rückt der eigentlich wichtige Teil, der Grund für das jährliche Bergfest, wieder mehr in den Fokus.“ Vom 26. Juni bis 4. Juli wird, genau wie im vergangenen Jahr, nur der kirchliche Teil, die Gottesdienste und heiligen Messen, stattfinden. Vier Gottesdienste pro Tag mit jeweils 56 Plätzen für Besucher. 2020 durften nur maximal 40 Menschen am Gottesdienst teilnehmen. „Letztes Jahr war die Pandemie für uns alle neu. Mittlerweile haben wir mehr Erfahrung und können auch das verbessert, was 2020 bei der Umsetzung nicht so gut lief“, sagt Pater Seraphin.

Die Verantwortlichen wollen diesmal auch Gottesdienste im Freien abhalten. Natürlich unter den Hygieneauflagen der Stadt Amberg und des Bistums Regensburg, sagt der Rektor der Kirche. 2020 wurde das kirchliche Angebot trotz Corona von Wallfahrern dankend angenommen. Die begrenzte Platzzahl sei zwar besonders für Wallfahrtsgruppen eine Einschränkung gewesen, aber sie schätzten es sehr, dass das Bergfest nicht ganz ausgefallen ist, sagt Pater Seraphin. Rund 2000 Gottesdienstbesucher konnten die Kirche letztes Jahr über die acht Tage empfangen.

Sowohl das Frohnbergfest in Hahnbach, als auch das Mausbergfest in Gebenbach fallen in Pfarrer Christian Schulzes Zuständigkeitsbereich. Auf die Frage, ob die beiden Feste dieses Jahr stattfinden werden, antwortet er zunächst nur vage: „Wir lassen das so lange offen wie es geht.“ Die Planung beginne jedes Jahr erst im Juni. Das sei auch der große Vorteil gegenüber den anderen Bergfesten in der Region. Das Frohnbergfest findet immer Anfang August statt.

Noch besteht Hoffnung

Für das Mausbergfest im September bleibt sogar noch mehr Vorbereitungszeit. Die Pfarrei wolle deshalb eine endgültige Entscheidung erst Ende Mai treffen. „Mit den aktuellen Zahlen können wir so große Feste nicht verantworten. Aber die Zahl der Geimpften steigt. Das macht uns Hoffnung“, sagt Schulze. Auch ein abgeändertes Festprogramm, wie im vergangenen Jahr, sei wieder denkbar. 2020 konnte zumindest am Mausberg mit bestimmten Hygieneauflagen etwas größer Gottesdienst gefeiert werden. Das Frohnbergfest fand im vergangen Jahr nur als Mini-Wallfahrt statt. Wenn es die Zahlen zulassen, sollen die beiden Feste wieder im größeren Rahmen gefeiert werden, betont Schulze.

Rückblick: Amberg ohne Bergfest

Amberg

Wallfahrtsjahr auf dem Annaberg

Sulzbach-Rosenberg

 

 

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