10.06.2021 - 18:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Betriebsimpfung: Siemens Amberg setzt die Spritze an

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Seit dieser Woche gibt es die Corona-Impfung nicht mehr nur in Impfzentren und bei Hausärzten, sondern auch in größeren Betrieben. Am Donnerstagmorgen startete sie bei Siemens in Amberg.

Unter dem Motto „Siemens krempelt die Ärmel hoch“ läuft seit Donnerstag die von den Mitarbeitern schon lange herbeigesehnte Betriebs-Impfaktion bei Siemens in Amberg.
von Markus Müller Kontakt Profil

Unter dem Motto „Siemens krempelt die Ärmel hoch“ läuft jetzt in Amberg die lang erwartete Impfaktion im Betrieb. Die Mitarbeiter bekommen ihre Spritze nach Anmeldung und Terminvergabe bei der betriebsärztlichen Dienststelle. „Ungefähr alle drei Minuten wird einer geimpft“, beschrieb Pressesprecher Bernhard Lott gegenüber Oberpfalz-Medien den Takt.

Wobei der Ablauf in der aufgebauten Impfstraße ganz ähnlich ist wie in einem Impfzentrum: Zuerst werden die Unterlagen ausgefüllt, dann erfolgt nach einer kurzen Wartezeit die Aufklärung durch einen Arzt, ehe es die Spritze gibt. Zum Schluss muss der Geimpfte wieder etwas warten, bis feststeht, dass er zumindest fürs Erste alles gut vertragen hat. „Pro Mitarbeiter dauert das zehn bis 15 Minuten“, sagte Lott.

Impfung für Hälfte der Belegschaft

Das klappe nicht zuletzt deshalb reibungslos, weil die Planungen für die Impfung im Betrieb schon seit einigen Wochen liefen und die Beschäftigten frühzeitig gefragt worden seien. Lott: „Das Impfangebot geht an alle Mitarbeiter, und es ist gut angenommen worden.“

Laut dem Pressesprecher geht das Unternehmen davon aus, dass über alle Standorte hinweg rund 50 Prozent der Belegschaft sich im Betrieb impfen lassen möchten. In Amberg wären das bei über 4000 Mitarbeitern also mehr als 2000 (Erst-)Impfdosen, die zur Verfügung stehen müssten. Es wird aber einige Zeit dauern, bis so viel Impfstoff geliefert wird: Für die erste Woche hat Siemens laut Lott für die Betriebsimpfung deutschlandweit 6000 Dosen bestellt. Für Amberg werde der Abschluss der Impfaktion also „eine Frage von ein paar Wochen“ sein.

Schon darauf gewartet

„Wir sind froh, dass wir die Impfkampagne der Bundesregierung jetzt unterstützen können“, sagte Lott. „Und auch die Mitarbeiter sind froh und dankbar, dass sie geimpft werden. Die meisten haben schon darauf gewartet. Damit leisten wir einen Beitrag, dass die Pandemie nachhaltig bekämpft wird.“

Wie sehr die Impfungen in den Betrieben die Impfquote in der Region Amberg-Sulzbach in die Höhe treiben, wird man bald sehen können. Sie werden nämlich in der Statistik unter den Impfungen durch (Haus-)Ärzte mit erfasst. Die Bestellung und Lieferung des Impfstoffs erfolgt unabhängig von den Impfzentren, wie deren Leiter Sebastian Schaller auf AZ-Nachfrage sagte.

Der Mangel an Impfstoff ist auch für die Betriebe ein Problem

Deutschland & Welt
Hintergrund:

Impfstatistik Amberg/Amberg-Sulzbach

(Stand 8. Juni, 23 Uhr)

  • Erstimpfungen 72.958
    (davon durch Hausärzte 21.701)
  • Zweitimpfungen 39.275
    (davon durch Hausärzte 7812)
  • Gesamtsumme 112.233

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