18.06.2021 - 16:21 Uhr
AmbergOberpfalz

Bierwochen in Amberg: Bergfest-Feeling im Biergarten

Zum zweiten Mal fällt nun schon das Bergfest in Amberg aus. Zum zweiten Mal aber holen Brauereien und Wirte das Lebensgefühl, das oben am Mariahilfberg in der Festwoche herrscht, in die Biergärten – mit den Bierwochen ab 26. Juni.

Auch heuer schleppen die Bedienungen das Bier krügeweise zu den Gästen, aber nicht auf dem Mariahilfberg. Als Ersatz für den weltlichen Teil, der erneut ausfällt, gibt es Bierwochen in der Stadt. Gestartet wird am 26. Juni – und damit an dem Tag, an dem es auch auf dem Berg losgegangen wäre.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Nicht nur Oberbürgermeister Michael Cerny, auch die Brauer bedauern, dass das Bergfest ausfällt. Nach 2020 nun schon zum zweiten Mal. Dafür aber greifen sie erneut eine Idee auf, die vergangenes Jahr als Ersatz geboren worden war. Mit den Bierwochen in sechs Wirtshäusern holen die Wirte und die Brauereien den weltlichen Teil des Mariahilfbergfests in die Stadt.

Als Not-Anker für das ausgefallene Bergfest bezeichnete Cerny die im vergangenen Jahr initiierten Bierwochen. Das Bergfest sei aber viel mehr als Bier und Bratwürste. Es sei vielmehr ein Lebensgefühl. Und deshalb soll die Ersatz-Veranstaltung in den Biergärten auch keine Woche für den Alkoholkonsum sein, sondern genau dieses Lebensgefühl transportieren. „Amberg hat eine lange und reiche Bierkultur“, betonte der Rathaus-Chef bei der Vorstellung der Bierwochen am Freitagvormittag im Garten des Winkler-Bräuwirts. Natürlich gehöre zum Bergfest-Feeling das Bier dazu, aber eben auch Genuss und Gemütlichkeit.

Noch kein Bergfest erlebt

Besonders bitter ist es für Kulturreferent Fabian Kern, dass der weltliche Teil auf dem Mariahilfberg in der Festwoche nun schon zum zweiten Mal ausfällt. „Dieses legendäre Bergfest kenne ich noch gar nicht“, sagte Kern, der seit 1. November 2019 an der Spitze des Kulturreferats steht. Dass die Brauereien bei der Aktion mitmachen, freut ihn außerordentlich: „Man muss aus jeder Krise eine Chance machen.“ Auch Kern betonte, dass die Geselligkeit und das Genießen im Vordergrund stehen sollen. Das Prädikat „Bierstadt Amberg“ ist für Arno Diener (Hausbrauerei Sudhang) eine gelungene Marke. „Sie vereint uns Brauer und die Menschen in der Stadt.“ Wenngleich auch für ihn die Bierwochen natürlich kein Ersatz für das Bergfest samt seines Flairs sind. „Das Bergfest kann nix ersetzen“, pflichtete ihm Cerny bei.

Es sei traurig, dass nun schon zum zweiten Mal das Bergfest in seiner herkömmlichen Art ausfällt, findet auch Maximilian Winkler von der gleichnamigen Brauerei. „Mit wenig Vorlauf haben wir im vergangenen Jahr das Beste daraus gemacht“, fand er und war erstaunt, wie viele Leute die sechs Stempel aus den sechs Biergärten mit sechs Mass geschafft haben. Diese Stempelkarte wird es wieder geben. Wer will, kann im "ProBierpass" jede getrunkene Mass abstempeln lassen und mit voller Stempelkarte an einem Gewinnspiel teilnehmen. Insgesamt gibt es 50 Preise, darunter sechs Mal jeweils 30 Liter oder ein Kasten Bier, sechs Amberger „Bierhandtaschen“ sowie Steinkrüge und spezielle Flaschenöffner.

Vollgas vom ersten Tag an

Christian Klostermann vom Winkler-Bräuwirtshaus war erstaunt, wie viele Leute bei der Bierwochen-Premiere ins Wirtshaus gekommen waren. Und zwar vom ersten Tag an. „Das war Vollgas.“ Die Bierwochen beginnen am Samstag, 26. Juni, wenn um 17 Uhr Oberbürgermeister Michael Cerny mit dem Anzapfen des ersten Fasses den Startschuss gibt. Bis zum 1. August werden dann die für das Bergfest so typischen Steinkrüge in den Biergärten gefüllt und dazu passende Schmankerlkarten aufgelegt.

Das Bergfest nämlich, so sagte es Franz Kummert (Brauerei Kummert), sei nicht nur „Bierzelt, Bratwürste, Steckerlfisch, Pizza und ein paar Süßigkeiten“. Vielmehr sei es die Stimmung auf dem Berg, die die Leute so ansteckt. Und genau die wollen die Brauereien und die Stadt im zweiten Corona-Sommer in die Biergärten transportieren.

Corona kappt auch 2021 den weltlichen Teil des Bergfests

Amberg
Hoch die Krüge: Mit den Vertretern der Brauereien sowie des Kulturreferats und des Stadtmarketingvereins stieß Oberbürgermeister Michael Cerny (Dritter von rechts) auf die am 26. Juni beginnenden Bierwochen an.
Service:

Die beteiligten Gaststätten und Brauereien

  • Brauereigaststätte Sterk in Raigering (Brauerei Sterk)
  • 's Wirtshaus im Amberger Garten (Brauerei Bruckmüller)
  • Schloderer Bräu (Brauerei Schloderer)
  • Winkler-Bräuwirt (Brauerei Winkler)
  • Zentral (Hausbrauerei Sudhang)
  • Zum Kummert Bräu (Brauerei Kummert)

 

 

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