14.02.2020 - 16:49 Uhr
AmbergOberpfalz

CSU Amberg stellt Wahlprogramm vor und kündigt Söder an

Von Innenstadt bis Indoor-Spielplatz, von Klimawald bis Barrierefreiheit: Die Amberger CSU hat ihr Wahlprogramm für die Kommunalwahl im März vorgestellt und für den 4. März den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder angekündigt.

Unter dem Motto „Heute für morgen“ stellt die CSU im Pandurenpark in Raigering ihr Wahlprogramm vor. Ausgearbeitet wurden die Ideen und Ziele von den Kandidaten in einzelnen Gruppen, die Anmoderation für die einzelnen Bereiche übernimmt Oberbürgermeister Michael Cerny (links).
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Die 40 CSU-Stadtratskandidaten und Oberbürgermeister Michael Cerny hatten sich in verschiedenen Gruppen Gedanken zu einzelnen Themenkomplexen gemacht. Entstanden ist so das Wahlprogramm für die Kommunalwahl im März, das die CSU im Raigeringer Pandurenpark vorstellte. "Was uns von anderen Parteien unterscheidet? Wir decken ein ganzes Paket ab", sagte die Amberger CSU-Kreisvorsitzende Michaela Frauendorfer eingangs. Dann präsentierten die Gruppen das, wofür sie sich einsetzen wollen.

Kommunalpolitik sei nicht nur CO2, nicht nur Bildung und nicht nur Arbeit, so OB Cerny. Es gehe vielmehr um die ganze Bandbreite, "das macht Kommunalpolitik so spannend". Wenn es nach der CSU geht, wird die Stadt ihren Ruf als "Bildungsmetropole" weiter ausbauen. Eine Herausforderung werde sein, dass ab 2025 jedes Grundschulkind einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagesplatz in der Schule haben wird. Leo Lieret sprach sich dafür aus, dass man dann Vereinen mehr Möglichkeiten bieten müsse, sich in Ganztagsschulen einzubringen.

Attraktiv als Wirtschaftsregion

Stadt und Umland seien eine sehr starke Wirtschaftsregion. Um weiter attraktiv zu bleiben, benötige man Gewerbeflächen, so Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann. "Da führt kein Weg dran vorbei, das gemeinsam mit den Nachbargemeinden anzugehen." Mußemann erwähnte einen Handwerkerhof genauso wie ein nachhaltiges Flächenmanagement samt Baulücken- und Brachflächenkataster. Zur Stärkung des ÖPNV sollen Direktverbindungen vom Bahnhof in die wichtigen Gewerbegebiete kommen. Bezahlbaren Wohnraum forderte Mußemann genauso wie die Neugestaltung von Paulaner- und Paradeplatz. Im Bereich Klinikum, Pflege und Gesundheit müsse man Versorgungsformen für Pflegebedürftige ausbauen, so 2. Bürgermeister Martin Preuß, der sich demenzsensibles Wohnen als Modellprojekt vorstellen kann. "Ein Verkauf unseres Klinikums, es aus kommunaler Verantwortung in private Hände zu geben, kommt für uns als CSU nicht infrage", stellte er klar. Nächste Aufgabe in St. Marien seien die Modernisierung der fast 20 Jahren alten OP-Säle, erklärte Anke Wanninger, Oberärztin am Klinikum.

Die Kandidatenliste der Amberger CSU

Amberg

Für Kultur, Kreativität und Tourismus forderten Matthias Schöberl und Florian Füger einen strategischen Ansatz, eine Vernetzung. Bewahrt werden sollen Wirtshauskultur, Brauchtum und Tradition, gestärkt werden soll die Kneipenkultur. Für die Innenstadt listeten Rupert Natter und Manfred Wilhelm die Umgestaltung des Kopfsteinpflasters (Barriere- und Stolperfreiheit), einen kommunalen Ordnungsdienst und die weitere Förderung des Stadtmarketings auf. Zu Klima, Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit machte der OB deutlich, dass man sich damit nicht erst seit 2019, also seit Fridays for Future, beschäftige. Helmut Weigl erwähnte den Umbau des städtischen Waldes zum Klimawald sowie die Nutzung von Bauholz, aber auch eine Photovoltaikanlage am Schlackenberg, Car-Sharing und den Bahnhof als Mobilitätsdrehscheibe.

Barriere- und stolperfrei

Für Familien wünschen sich Gabriele Donhauser, Daniel Müller und Susanne Herding weitere Kita-Plätze, Innenstadt-Spielplätze, einen Ausbau der Ferienbetreuung, einen Indoor-Spielplatz, barriere- und stolperfreie Wege. In Zeiten der sozialen Medien käme das Helfer- und Ehrenamts-Gen immer mehr abhanden, fand Thomas Bärthlein. Um das Ehrenamt zu stärken, soll es laut Christina Heinrich und Tobias Neudecker einen Ehrenamtspreis und eine Cloud-Lösung für Mitgliederverwaltung und Buchhaltung für alle Vereine geben. Angemerkt

Info:

Markus Söder kommt nach Amberg

Nach über zweistündiger Vorstellung des CSU-Wahlprogramms im Raigeringer Pandurenpark kündigte die Kreisvorsitzende Michaela Frauendorfer noch einen prominenten Wahlkämpfer an: Ministerpräsident Markus Söder kommt am Mittwoch, 4. März, nach Amberg. Sein Besuch dauert von 15 bis 16.30 Uhr. Söder schaut sich erst im Stadttheater um, dann besucht er das Casino-Wirtshaus.

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