Für David Scherf ist es nach zehn Jahren Studium und Promotion die erste Pfarrstelle in einer eigenen Gemeinde. Damit hat er das Ziel erreicht, das er sich 2006 nach dem Abitur gesetzt hatte.
Die Erlöserkirche war voll besetzt, als die Geistlichkeit mit Pfarrer Scherf zum Gesang der Paulaner-Singers of Glory unter der Leitung von Dekanatskantorin Kerstin Schatz einzog. Gerhard Fehrl begleitete die Sänger an der Orgel. Die Eröffnung des Festgottesdienstes anlässlich der Amtseinführung übernahm Diakonin Veronika Feps. Nach Lesung und Glaubensbekenntnis stellte Dekan Karlhermann Schötz (Sulzbach-Rosenberg) den neuen Pfarrer vor und führte ihn in sein Amt ein, das er zunächst auf Probe bekleiden wird.
Der Dekan freute sich, dass mit Scherf ein junger Kollege mit seiner Frau Rebecca, den Kindern Levi (drei Jahre) und Jonna (sieben Monate) sowie Hund Ari nach Amberg kommt. Scherf wurde 1988 in Hamburg geboren. 2006 begann er nach seinem Abitur, das er in Salzburg machte, ein Studium der evangelischen Theologie in München. Zwischenzeitlich wechselte er nach Kiel und Hamburg, um dann sein Studium in München mit dem Examen abzuschließen. Es folgte eine Promotion in Osnabrück. Von September 2016 bis Februar 2019 machte David Scherf sein Vikariat in Poing bei München, um nun seine eigene erste Pfarrgemeinde zu übernehmen.
"Als Pfarrer werden Sie ihr eigenes Profil entwickeln", bemerkte Dekan Schötz. Er meinte schmunzelnd: "Um Balance in stressigen Zeiten zu finden, haben sie sich ja mit dem Imkern - ein altes Pfarrer-Hobby - den richtigen Ausgleich gesucht."
Die Predigt übernahm Regionalbischof Hans-Martin Weiss. Der gebürtige Sulzbach-Rosenberger sagte, dass man das Wort Gottes nicht zwischen zwei Buchdeckel klemmen könne. Ein Pfarrer habe den Auftrag, das Wort so zu deuten, dass Gläubige es aufnehmen können. Regionaldekan Weiss bereitete Scherf darauf vor, dass es als Pfarrer viele glückliche Erlebnisse gebe, man aber auch Rückschläge hinnehmen müsse: "Sie haben einen Beruf gewählt, der Sie oft Dinge erfahren lässt, die Sie selbst nicht erwartet hätten." An die Predigt schlossen sich die Hinführung zur Ordination an und die Vorstellung der Assistenten Rebecca Scherf, Brigitte Rosenberger, Pfarrer Samuel Fischer und Pfarrer Michael Simonsen.
Nach der gemeinsamen Feier des Abendmahls waren alle Gäste und eine große Zahl von Gläubigen zum gemütlichen Beisammensein in den alten Kindergarten eingeladen. Die Erlösergemeinde ist die religiöse Heimat von etwa 2200 Christen.



















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