27.10.2020 - 17:23 Uhr
AmbergOberpfalz

Im ehemaligen Kaufhaus Storg tut sich was: Arbeiten in den Drei Höfen laufen

Draußen ist noch nicht viel zu sehen, doch drinnen im ehemaligen Kaufhaus Storg in Amberg geht es richtig rund. Aus dem Storg werden die Drei Höfe. Ende 2022 sollen das Hotel, die Gastronomie und die kleinen Läden hier eröffnet werden.

Die Probebohrungen im Innenhof gehören zu den notwendigen Vorarbeiten für die Drei Höfe. Im Bild von links neben den beiden Arbeitern: Baureferent Markus Kühne, OB Michael Cerny, die Bauleiter Bastian Wittl und Vanessa Knoth sowie Architekt Thomas Helm.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Architekt Thomas Helm und Bauleiter Bastian Wittl wirken entspannt beim Ortstermin im ehemaligen Kaufhaus Storg/Forum. Mitten im Lärm und im typischen Geruch nach Baustelle sind die beiden Vertreter der Bauart GmbH daheim. Während die Arbeiter im Hintergrund mit Schaufeln die alten Rigips-Platten von den Wänden brechen, schildert Thomas Helm, wie aus einem ehemaligen Kaufhaus ein Hotel mit Gastronomie und kleinen Läden werden soll. Und zwar in nicht einmal mehr zwei Jahren.

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Eigentlich sollten die Arbeiten an den Drei Höfen, wie der Komplex an der Bahnhofstraße künftig heißen wird, vorgezogen schon im Juli anfangen. Und damit deutlich früher, als ursprünglich geplant. Doch das Kaufhaus Storg war nicht nur vom Sortiment her ein ziemlicher Gemischtwarenladen, auch das Gebäude selbst ist laut Thomas Helm "geprägt vom stetigen Wandel". Was nichts anderes bedeute, als dass die früheren Eigentümer ihre Um- und Einbauten meist bei laufendem Kaufhausbetrieb vornehmen mussten. "Die haben sich stückweise vorgearbeitet, es wurden Rolltreppen eingebaut", erzählt Helm. Entsprechend vielschichtig präsentiert sich das Ensemble heute den Planern und Statikern. Die komplizierte Statik und Beschaffenheit hat inzwischen den Zeitvorteil aufgefressen, den sich das Projekt in den vergangenen Monaten erarbeitet hatte. Mit der Folge, dass die Arbeiten jetzt wieder im ursprünglichen Zeitplan liegen: Baubeginn Oktober 2020, Fertigstellung Dezember 2022. "Im Augenblick bauen wir zurück, um an die statischen Grenzen zu gelangen", sagt Thomas Helm. Erst dann können die Gebäude in eine einheitliche Statik gefasst und neu aufgebaut werden.

Was nicht bedeute, dass hier abgerissen werde, betont Thomas Helm. Im Gegenteil: Ziel sei es nach wie vor, die gesamte alte Substanz zu erhalten. "Das, was den Ambergern wichtig war, soll natürlich auch bleiben", sagt Helm. Was die Planung und die Bauarbeiten nicht unbedingt einfacher macht. Doch darin liegt laut Helm der Vorteil des Unternehmens Bauart mit Sitz in Amberg. Von der Planung über die Vermarktung bis hin zum Bau und zur Übergabe an die Investoren hält die Bauart das Projekt in einer Hand.

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An statische Grenzen gelangen

Wie strukturiert und konzentriert die Bauart an die Drei Höfe gegangen ist, betonte am Dienstag vor Ort der städtische Baureferent. "Vom Kauf über die Planung, dem Verkauf der einzelnen Einheiten bis zum Baubeginn in eineinhalb Jahren, das ist absoluter Rekord", sagte Markus Kühne. Mit der Aufteilung der Drei Höfe auf 120 Teile, die an Einzelinvestoren verkauft wurden, hat sich die Bauart auch von der Bauzeit her enorm unter Druck gesetzt. Das Projekt muss fertig werden - und es muss im Zeitrahmen vollendet werden. Verzögerungen, so sagt Thomas Helm, sind da nur sehr eingeschränkt drin.

Der ist nach wie vor sehr gelassen, was das Arbeiten unter Corona, mit den ständig steigenden Handwerkerpreisen und dem Mangel an geeigneten Handwerkern überhaupt angeht. Auch mögliche Überraschungen in der Bausubstanz bringen den Architekten nicht aus dem Konzept. Ende 2022, so sagt er, sind die Drei Höfe fertig. Schon Anfang 2023, so der Plan, werden dann die ersten Hotelgäste einziehen, wird sich die Rooftop-Bar mit Leben füllen, die Gastronomie ihren Betrieb aufnehmen und die Menschen durch die Geschäfte bummeln können.

So sah es vor einiger Zeit noch im ehemaligen Forum aus. Die Hinterlassenschaften aus der Kaufhaus-Zeit müssen entsorgt werden, um hier ein attraktives Hotel zu schaffen.
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