Es besteht kein Zweifel, dass Künstliche Intelligenz sowohl Chancen als auch Risiken und Gefahren mit sich bringt. In der öffentlichen Diskussion liegt jedoch oft der Fokus auf den negativen Aspekten, wodurch die Vorteile und der beträchtliche Nutzen der KI in den Hintergrund gedrängt werden, heißt es in einer Pressemeldung der OTH Amberg-Weiden. Beispiele für solche menschenzentrierte Anwendungen der KI werden im kommenden EMI-Forum am Dienstag, 16. Januar, 18.30 Uhr, in der Amberger OTH im Wintergarten (Mensa) unter dem Titel „AI for good – Gutes tun mit künstlicher Intelligenz“, vorgestellt. Keynote-Sprecherin Dr. Ivana Kruijff-Korbayová, Deutsches Rettungsrobotik Zentrum, wird in ihrem Vortrag auf die Chancen und Herausforderungen für Sprachverarbeitung bei robotergestützten Rettungseinsätzen eingehen. Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte setzen zunehmend mobile Roboter für Erkundungs- und andere Aufgaben ein, da Roboter das persönliche Risiko der Einsatzkräfte verringern und ihre Einsatzmöglichkeiten erweitern können, heißt es. Kruijff-Korbayová und ihr Team arbeiten seit etwa einem Jahrzehnt mit Ersthelfern zusammen, um die Teamarbeit bei der robotergestützten Katastrophenhilfe in realistischen Szenarien zu untersuchen.
Über den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Seenotrettung wird Elisabeth Moser von Space-Eye sprechen. Space-Eye, als gemeinnützige Organisation, engagiert sich in der akuten Nothilfe für Menschen auf der Flucht. Space-Eye nutzt für das Monitoring Satelliten- und Drohnenbilder, um Flüchtlingsboote aufzuspüren und eine sicherere und effizientere Rettung zu ermöglichen.
Im dritten Vortrag wird Dr. Josef Scheiber, BioVariance, auf datengetriebene Diagnosen eingehen, die nicht nur eine präzisere Gesundheitsanalyse ermöglichen, sondern auch zu einer spürbaren Steigerung der Lebensqualität beitragen, heißt es. Mit seinem neu gestalteten Hauptsitz in Tirschenreuth, Bayern, verfügt BioVariance über ein wachsendes Team von Experten (Datenanalysten, Softwareentwickler, Chemiker, Biologen), die sich alle dem Ziel verschrieben haben, in naher Zukunft komplexere Krankheiten so einfach wie eine Erkältung zu behandeln oder gar zu heilen.
Zum Abschluss geht Dr. Paul Springer, MI4People, auf die Frage ein, wie man AI 4 Good-Projekte skalieren kann. MI4People ist eine gemeinnützige Organisation (NPO), die den Einsatz von Machine Intelligence (MI) für das Gemeinwohl mittels Anwendungsforschung fördert. Das EMI-Forum ist öffentlich und richtet sich an alle Interessierten, auch aus Wirtschaft und Bevölkerung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Termine und weitere Informationen werden unter www.oth-aw.de/emi-forum veröffentlicht.












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