Erntedank mit Corona-Abstand: Etwas anders, aber einfallsreich
Erntedank in Corona-Zeiten: Die Pfarreien im Raum Amberg-Sulzbach feierten dieses Fest heuer etwas anders – und trotz mancher Einschränkung mit vielen originellen Ideen.
In der Pfarrei St. Michael Amberg gestaltete Pfarrer Alois Berzl des Festgottesdienst zu Erntedank als Familiengottesdienst unter dem Motto „Eine Hand voll Erde.“ Er wurde vom Familiengottesdienstteam und von einem Firmling, einer Ministrantin sowie Kommunionkindern tatkräftig unterstützt.
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Am ersten Oktoberwochenende feierte die Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit in Freihung Erntedank in der Pfarrkirche mit Pfarrer Benny Joseph. Bettina Reil vom Pfarrgemeinderat übernahm die Organisation für die Dekoration in der Kirche.
Bild: Manfred Fritsche
Den Erntedankaltar in der Amberger Georgskirche hat wieder ein Team des Frauenbunds unter Federführung von Anja Fichtner (vorne, Mitte) gestaltet. Vorsitzende Maria Paulus (hinten, Zweite von links) berichtet, ein Problem bei der Beschaffung der Erntegaben sei, dass die meisten Familien keine Gemüsegärten mehr anlegen.
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Einen Erntedankaltar in bayerischer Manier hat ein fünfköpfiges Team, das auch das ganze Jahr über für den Blumenschmuck in der Dreifaltigkeitskirche in Amberg sorgt, gestaltet. Den Mittelpunkt der Erntegaben aus den Gärten der Gläubigen bilden nicht nur die Frohbotschaft Gottes, Brot und Wein, sondern auch ein Flasche Bier.
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Warum feiern wir Erntedank in diesen Zeiten? Weil es neben all dem Schweren, Einschränkenden und Bedrückenden doch auch Vieles gibt, was uns dankbar machen kann, lautete die Antwort beim Familiengottesdienst im Garten des Martin-Schalling-Hauses in Kümmersbruck. Viele Gottesdienstbesucher brachten Gaben mit, die nach der Feier an Bernhard Saurenbach, den Leiter der Amberger Tafel, übergeben wurden.
Bild: Veronika Fleps
Auch in Herz Jesu Rosenberg war der Erntedank im Freien geplant, doch wetterbedingt wurde der Gottesdienst aber dann in die Pfarrkirche verlegt, wo die Kneipp-Kindergartenkinder sangen und tanzten. Hier gab es zwei Messen, um möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. Trotzdem konnten wegen der Abstandsvorgaben nicht alle kommen, die wollten.
Bild: Pfarrei Herz Jesu Rosenberg
Das Kuratbenefizium Paulsdorf feierte Erntedank unter freiem Himmel. Kaplan Florian Weindler formulierte dabei Gedanken rund um das Thema Danken.
Bild: Kuratbenefizium Paulsdorf
Die Maschinenhalle der Familie Winter in Wegscheid bot den evangelischen Gemeinden St. Stephanus/Edelsfeld und St. Laurentius/Kürmreuth viel Platz.
Bild: gru
Die Landfrauen haben den Erntedankaltar in St. Konrad zusammengestellt.
Bild: Pfarrei St. Konrad Ammersricht
Ein Blickfang am Erntedank-Altar in Königstein war die Darstellung, wie Brot entsteht. Hier wurden echte Körner und Ähren, das gedroschene Getreide, das Mehl und schließlich das fertige Brot gezeigt.
Bild: wku
Pfarrer Johann Hofmann zelebrierte den Erntedank-Gottesdienst in Ehenfeld vor dem Gemeinschaftshaus. Alle zwei Jahre organisieren der Bauernverband und das Landvolk ein großes, vorgezogenes Erntedankfest in der Pfarrei. Der weltliche Teil fiel diesmal aus.
Bild: fdl
In Holzhammer haben Mitglieder der KLJB St. Wolfgang den Erntedankaltar gestaltet und auch bei der Gestaltung der Festmesse mitgewirkt. Pfarrer Josef Irlbacher wollte den Gottesdienst im Freien feiern, um mehr Gläubigen eine Teilnahme zu ermöglichen, was aber wegen Regens nicht möglich war.
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Diakon Dieter Gerstacker feiert mit den Heimbewohnern Erntedank im BRK-Seniorenheim St. Ägidius in Vilseck. Er betonte: „Sie haben Ihre persönliche Lebensernte eingebracht - und auch dafür gilt es heute zu danken."
Bild: rha
Ein engagiertes Team um Martina Kohl packt in St. Martin Amberg die Gestaltung des Erntedankaltares mit Engagement neu an, nachdem die bewährte Gruppe um Ottilie Donhauser diesen Dienst nach vielen Jahren aus Altersgründen niederlegen musste.
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Obst und Gemüse, überwiegend aus dem eigenen Garten, Brot, Milchprodukte und einige Fertiggerichte bringen die Dankbarkeit der Spender für die heurige Ernte in Kirchenreinbach zum Ausdruck. Die Lebensmittel werden dem Ernst-Naegelsbach-Haus in Sulzbach-Rosenberg zur Verfügung gestellt.
Bild: ds
Den Erntedankaltar in der Pfarrkirche St. Georg in Hausen hat der KFB gestaltet.
Bild: KFB Hausen
In der Pfarrkirche St. Vitus in Schnaittenbach haben heuer zwei engagierte und aktive Pfarrgemeinderätinnen, unterstützt von drei weiteren Frauen, den Erntedankaltar aufgebaut. Eine Besonderheit unter den Erntegaben sind hier die grünen Eier der Hühnerrasse Auraucana, die es im üblichen Handel nicht zu kaufen gibt.
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Die Ministranten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hohenkemnath haben mit Unterstützung des Pfarrgemeinderates diesen Erntedankaltar gestaltet - mit vielem, was sie aus dem eigenen Garten, im Wald und auf den Wiesen gesammelt hatten.
Bild: Pfarrei Hohenkemnath
Mit allem, was die Natur den Menschen an Obst und Gemüse schenkte, haben die Landfrauen in der Pfarrkirche St. Vitus in Ursensollen einen Erntedankaltar gestaltet.
Bild: eik
Erntedank in der Pfarrkirche St. Jakobus in Hohenburg - etwas anders als gewohnt, aber mit einem prächtigen Erntedankaltar. Pfarrer Hans- Peter Zeitler betonte, gerade jetzt sei es Grund genug, einmal darüber nachzudenken, dass uns die Natur wertvolle Lebensmittel schenkt.
Bild: bö
Für Pfarrvikar Thomas Sanikommula war es ein erster Höhepunkt, seit er gemeinsam mit Pfarrer Johannes Arweck am 1. September den Pfarrverband Illschwang/Ursensollen und Kastl übernommen hatte. In der Pfarrkirche St.Vitus feierte er mit den Gläubigen in Illschwang das Erntedankfest. Die Gaben gehen an das Ernst-Naegelsbach-Haus in Sulzbach-Rosenberg.
Bild: no
Der Kreis junger Familien dekorierte mit vielen heimischen Früchten und symbolischen Gaben den Erntedankaltar in der Pfarrkirche St. Walburga in Lintach.
Bild: jow
Der diesjährige Erntedankgottesdienst der Pfarrei Dürnsricht-Wolfring fand auf dem Kirchplatz unter freien Himmel statt. Pfarrer Michael Hoch mit diesjähriger Erntedankkrone.
Bild: eik
Pfarrer Herbert Grosser richtete zum Erntedankfest in Pittersberg (Ebermannsdorf) den Blick auf Solidarität, Hilfe für den Nächsten und appellierte, als Christ das Teilen nicht zu vergessen.
Bild: gm
Erntedank in Poppenricht.
Bild: eik
Um Hygienevorgaben einzuhalten und Abstand zu wahren, wurden viele Messen diesmal ins Freie verlegt, sofern es das Wetter zuließ. Das war auch in Ehenfeld so, wo einige Interessierte den Freiluft-Gottesdienst von ihren Autos aus mitverfolgten. Dort, wo drinnen gefeiert wurde, gab es teilweise zusätzliche Gottesdienste, um möglichst vielen Besuchern die Teilnahme zu ermöglichen. In Rosenberg aber war der Andrang so groß, dass nicht jeder, der dies wollte, dabei sein konnte: Um die Sicherheits-Vorschriften noch einhalten zu können, mussten hier einige Besucher nach Hause geschickt werden.
Gute Gründe, um zu danken
Auch oder gerade in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Pandemie gibt es gute Gründe, Dank zu sagen: Dieser Gedanke bestimmte nicht nur den Erntedank im Martin-Schalling-Haus in Kümmersbruck. In vielen Gemeinden in Amberg und im Landkreis dankten katholische und evangelische Christen Gott für die Gaben der Natur – coronabedingt freilich ein wenig anders als üblich.
Mobiler Altar, Maschinenhalle als "Kirche"
Eine originelle Alternative, die genügend Platz für alle bot, gab es in Edelsfeld: Hier feierten zwei evangelische Gemeinden gemeinsam Erntedank in einer Maschinenhalle samt zweier Traktoren. Und in Kemnath am Buchberg gab es diesmal einen "fahrbaren Erntealtar": Die Gaben wurden hier auf einem großen Leiterwagen in Szene gesetzt, der nach dem Erntedank im Freien problemlos in die Kirche gezogen werden konnte, wo er dann am Altar neben der Erntekrone noch ein besonderer Blickfang war. Vielerorts wurden die Erntegaben nach den kirchlichen Feiern an Institutionen weitergegeben, die die Lebensmittel gut gebrauchen können, etwa die Amberger Tafel oder das Ernst-Naegelsbach-Haus in Sulzbach-Rosenberg.
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