10.09.2019 - 13:46 Uhr
AmbergOberpfalz

Ex-SPD-Stadträte initiieren neue Liste

Der Kommunalwahlkampf nimmt Fahrt auf: Die drei aus der SPD-Fraktion ausgetretenen Stadträte Holzapfel, Netta und Zapf gehören zu den Initiatoren einer neuen Liste, die im März 2020 zur Wahl stehen soll.

Pressekonferenz im Casino-Wirtshaus (von links): Hans Graf, Hannelore Zapf, Brigitte Netta, Martin Frey und Daniel Holzapfel.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Am Montagnachmittag trafen sich die drei Stadträte und weitere Gefolgsleute im Casino-Wirtshaus am Schrannenplatz - nicht ganz zufällig, denn Wirt Hans Graf gehört auch zu den Unterstützern der neuen Gruppierung, die im März nächsten Jahren möglichst viele Sitze im Stadtrat holen will. Wie berichtet bilden Daniel Holzapfel, Brigitte Netta und Hannelore Zapf dort seit Juli eine neue Fraktion namens "Für Amberg". Sie hatten der SPD nach internen Querelen den Rücken gekehrt.

Amberg

Jetzt soll aus "Für Amberg" die Gruppierung "Die Liste Amberg" werden: Laut Hannelore Zapf sollen sich dahinter Bürger versammeln, denen die Weiterentwicklung Ambergs "mit all seinen Facetten, wie Lebensqualität, Mobilität und Kulturangebot" am Herzen liegt. Zum anderen sollen für die Liste Menschen gewonnen werden, die allgemeine gesellschaftliche und globale Herausforderungen, wie den Kampf gegen die Klimakrise, die Förderung von Bildung, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit oder Integration, auf kommunaler Ebene aufgreifen wollen.

Fünf Initiatoren standen beim Pressetermin im Casino Rede und Antwort, das Kernteam beläuft sich laut Brigitte Netta bereits auf 20 Personen. Bis zur Kommunalwahl könnten es durchaus noch mehr Kandidaten sein. Zulauf hat die Liste laut Netta bislang unter anderem aus der Interessengemeinschaft (IG) Menschengerechte Stadt, der "Parents for Future"-Bewegung und aus den Reihen der Fahrraddemo "Critical Mass" erhalten.

"Alle Aktiven und Unterstützer verbindet der ungebremste Wille, Amberg positiv weiterzuentwickeln und mit neuen Ideen und Lösungsansätzen selbst anzupacken", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Initiatoren. "Vereint ist die Initiative in der Auffassung, dass sich die Herausforderungen unserer sich scheinbar immer schneller wandelnden Zeit nicht mit den Rezepten derVergangenheit beantworten lassen." Stattdessen stehe "Die Liste Amberg" für neue, kreative Denkansätze, die das Potenzial besitzen, sich zu nachhaltigen und letztlich zukunftsweisenden Lösungen zu entwickeln.

Zentrale Anliegen seien beispielsweise eine "menschengerechte und zukunftsorientierte Stadtentwicklung", ein "entschiedenes Handeln in Fragen der Nachhaltigkeit und Klimaschutz", sowie "neue Impulse in den Bereichen Bildung, Kultur und Integration". Diese und weitere Themenfelder werden derzeit von den Aktiven gemeinsam erörtert und sollen mit konkreten Handlungsvorschlägen für ein Wahlprogramm zusammengefasst werden.

Das Personaltableau ist noch nicht vollständig. Wer aktiv mitwirken will, soll sich per E-Mail an die Gruppierung wenden: info[at]dielisteamberg[dot]de. Die Listen-Aufstellung ist für Oktober geplant. Bis dahin wollen die Initiatoren auch einen Unterstützerverein gründen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.