Fabian Kern ist alter und neuer Schul-, Sport- und Kulturreferent der Stadt Amberg. Von den 33 anwesenden Stadträten gaben ihm in der letzten Sitzung des Amberger Stadtrats 30 ihre Ja-Stimme. Drei Stimmzettel waren ungültig. Damit kann Kern weitere sechs Jahre lang die Kultur, das Schulwesen und den organisierten Sport in der Stadt Amberg gestalten. Seine alte Amtszeit endet offiziell am 31. Oktober dieses Jahres, die neue Wahlperiode startet am 1. November 2025.
Weil in der Stadt Amberg seit vielen Jahren an der Spitze des Bau-, des Finanz-, des Rechts- sowie Kulturreferats jeweils sogenannte "berufsmäßige Stadträte" stehen, müssen sich diese alle sechs Jahre neu um ihren Job bewerben. Das kann wie zuletzt im Falle des Baureferenten eine enge Kiste werden, meistens aber zeigen die Wähler – das sind in diesem Fall die ihrerseits von den Bürgern gewählten Stadträte – mit einem meist einmütigen Stimmergebnis ihre Zufriedenheit mit der Arbeit des Amtsinhabers.
Corona zum Start
Seit 1. November 2019 steht Dr. Fabian Kern nun an der Spitze des Referats für Kultur, Sport und Schulen, wie es offiziell heißt. Er trat damals die Nachfolge von Wolfgang Dersch an, der auf die identische Position in Regensburg gewechselt ist. Was nicht heißt, dass das Amberger Kulturreferat keine gute Adresse ist. Im Gegenteil: Immerhin bewarben sich laut Rechtsreferent Bernhard Mitko 23 Frauen und Männer nach der öffentlichen Ausschreibung auf dieses Amt. Doch nach einem umfangreichen Auswahlverfahren sei am Ende nur ein einziger Kandidat übrig geblieben, wie Mitko am Montag ausführte: Fabian Kern.
Trotzdem ließ es sich der gebürtige Berliner, der eigentlich ein Franke ist, nicht nehmen, sich bei den Stadträten vorzustellen und für seine Wiederwahl zu werben. Dabei erinnerte Kern unter anderem daran, dass sein Start als Kulturreferent ohne sein Zutun ziemlich holprig verlaufen ist. Kurz nach seinem Amtsantritt im November 2019 sorgte nämlich Corona dafür, dass kulturell erst einmal gar nichts mehr ging. Kern und seine Mitarbeiter wussten sich zu helfen und etablierten einen eigenen Youtube-Kanal mit Übertragungen von Kultur-Highlights aus dem ansonsten leeren Stadttheater.
Stadttheater ist ein Anliegen
Doch nicht nur Corona setzte und setzt einen hohen Maßstab für den alten und neuen Kulturreferenten. Die bauliche Sanierung des Stadttheaters würde er gerne angehen, diverse Schulen sind ebenfalls zu sanieren und auf die aktuellen Bedürfnisse wie eine umfangreiche Mittagsbetreuung umzustellen. Und da wären dann auch noch ein paar Sportstätten wie die Eishalle oder das FC-Stadion samt Sportpark, in welche die Stadt Amberg gerne und schnell Millionen stecken könnte und sollte.
Es ist aber auch viel passiert in den sechs Kern-Jahren in der Amberger Kultur. So läuft die Programmgestaltung für das Stadttheater nach der Landgraf-Ära wieder komplett in Eigenregie der städtischen Kultur. Und auch der umfangreiche Nachlass des Grafikers und Malers Michael Mathias Prechtl, der einst ziemlich unverhofft über die Stadt Amberg "hereingebrochen" ist, entwickelt sich laut Kern mehr und mehr zu einem Pfund, mit dem man auch außerhalb der Stadt sehr gut wuchern kann.
1000 Jahre Amberg
Es ist viel geschehen, es gibt noch mehr zu tun, so die Kern-Aussage des alten und neuen Referenten. Schließlich steht im Jahr 2034, also in gerade einmal neun Jahren, das 1000-jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung von Amberg an. Das will man natürlich groß feiern und das städtische Kulturreferat wird hier die Federführung haben. Und so werden die Stadträte bereits in einer der nächsten Sitzungen des Kulturausschusses erste Einblicke davon bekommen, wie die Stadt ihren großen runden Geburtstag feiern wird.













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