13.08.2021 - 13:43 Uhr
AmbergOberpfalz

Fastfood-Tüten, Flaschen, Plastik: Forstamt Amberg ärgert sich über Müll im Wald

„Wer feiern kann, der kann auch aufräumen“: Das hat das Forstamt der Stadt Amberg jetzt nochmals deutlich gemacht. Hintergrund ist die große Menge an Abfall, die regelmäßig im Wald und auf den Freiflächen liegenbleibt.

Dieses Ergebnis einer Müllsammlung gibt einen Eindruck dessen, was Mdenschen alles auf dem Mariahilfberg oder auf anderen Grünflächen zurücklassen.
von Externer BeitragProfil

Im Forstamt auf dem Mariahilfberg ärgert man sich über das, was Unbekannte hier regelmäßig zurücklassen: vor allem Verpackungsmüll und Flaschen. "Von Softdrinks bis hin zu Wodka ist alles dabei. Und auf den Parkbänken bleiben häufig Tüten und Becher von großen Fastfoodketten liegen“, zitiert eine Pressemitteilung der Stadt den Leiter des Fortsamts, Martin Seits. „Die meisten Verschmutzungen finden wir auf dem Mariahilfberg und in Fuchsstein." Oft landeten Plastik, Glas und Aluminium auch in den Büschen und im Wald. Auf dem Mariahilfberg ist vor allem der zentrale Aussichtspunkt, das sogenannte „Schwammerl“, stark betroffen. Aber auch am Galgenbergweg, entlang der Wanderwege und an den dort aufgestellten Parkbänken, lassen viele ihren kompletten Müll zurück.

Säckeweise Flaschen

Sowohl der städtische Betriebshof als auch die Forstamtsmitarbeiter sind laut Presseinfo daher regelmäßig in der Natur unterwegs, um den Unrat zu beseitigen. Selbst die Jäger finden und sammeln immer wieder säckeweise Plastik und Flaschen aus den Wäldern und Einständen des Wildes. „Die Müllberge, aber leider auch die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur, den Mitmenschen und dem Eigentum anderer haben in den letzten Monaten stark zugenommen“, bedauert Martin Seits. So sei erst im Mai eine Anzeige wegen Vandalismus erforderlich geworden, nachdem ein Hochsitz zerstört und anschließend angezündet worden war. Tatort sei in diesem Fall das Landschaftsschutzgebiet Ammerbachtal gewesen, in dem sich immer wieder Feuerstellen finden, die von den Naturschutzwächtern beseitigt werden müssten.

Party-Abfall bleibt zurück

Betroffen ist auch die Ruine Rammertshof. Deren historische Steine sind ebenso wenig vor den Vandalen sicher sind wie die Bereiche abseits der Wanderwege. Hier bleiben nach Treffen oder Partys immer wieder „Abfallnester“ zurück. Und das, obwohl die Grünflächen im Landschaftsschutzgebiet zur Gewinnung von Tierfutter genutzt werden. Deshalb ist das Betreten laut Stadt Amberg nach Artikel 30 des Naturschutzgesetzes ab der Aufwuchszeit im März strengstens verboten. "Bleiben hier Reste von Abfall und Hundekot im Futter zurück, kann das bei den Nutztieren zu schweren Erkrankungen führen", heißt es in der Pressemitteilung. Hinzu komme, dass oft illegal motorisierte Fahrzeuge die Gegend unsicher machten, die hier lebenden Wildtiere verängstigten und vertrieben.

Das städtische Forstamt appelliert deshalb an alle, die draußen unterwegs sind, sich an die Vorgaben zu halten, ihren Müll wieder mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen: „Unser Wald ist keine Müllkippe“, betont Martin Seits. Er bittet Bürger, denen derartige Vorkommnisse auffallen, um ihre Unterstützung.

Auch der Erzberg wird zur Müllkippe

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