03.12.2021 - 14:09 Uhr
AmbergOberpfalz

Freie Fahrt zwischen Amberg und Ammerthal

Knapp ein halbes Jahr lang war die Kreisstraße AM1 zwischen Amberg und Ammerthal gesperrt. Jetzt kann auf der wichtigen Verbindung zwischen beiden Orten wieder frei gefahren werden.

Die AM1 ist wieder frei befahrbar. Im Bild (von links): Ammerthals Bürgermeister Anton Peter, Hubert Englhard (Firma Englhard), Markus Herrmann (Stadt Amberg) und OB Michael Cerny.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Auf der Kreisstraße AM1 zwischen Speckmannshof und Fuchsstein herrscht wieder (beinahe) freie Fahrt. Am Donnerstag endeten hier offiziell die Bauarbeiten auf einer Länge von knapp einem Kilometer. Ein paar Kleinigkeiten wie die Fahrbahnmarkierungen fehlen zwar noch, weswegen die Geschwindigkeit auf gesamter Länge auf 80 km/h beschränkt ist. Dennoch war die Freude groß, wie Ammerthals Bürgermeister Anton Peter beim Ortstermin am Freitag sagte: "Es ist schließlich die Verbindungsstraße nach Amberg." Und lange genug hat es gedauert, bis die rissige und holprige Straße in Angriff genommen werden konnte. "Aus Ammerthal ist immer mal wieder die Frage gekommen, wann wir das endlich finanzieren können", so Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny.

Rund 1,35 Millionen Euro – abzüglich der Förderung durch den Freistaat – musste die Stadt Amberg für die Sanierung, die Verbreiterung und den Ausbau der AM1 in die Hand nehmen. Unter anderem wurden auch die Kurven etwas entschärft und eine anständige Querneigung hat die Fahrbahn auch bekommen, wie Markus Hermann, der zuständige Mitarbeiter im städtischen Tiefbauamt erläuterte. Das Tiefbauamt hat bei der Maßnahme übrigens nicht auf externe Planungsbüros zurückgegriffen, sondern diese mit eigenen Kräften vorbereitet. Was wiederum die Planungszeiten verkürzt hat, so Herrmann.

Auch an Amphibien gedacht

Laut Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch, der für die Grünplanung zuständig war, wurde im Zuge der Baumaßnahme auch eine Amphibienleiteinrichtung mit zwei Durchlässen unter der Straße geschaffen, um die Kröten und andere Kriechtiere zu schützen, die hier regelmäßig auf ihre Wanderung zu den Laichplätzen gehen. Wegen der vorgenommenen Verbreiterung der Fahrbahn von sechs auf 6,50 Meter, die mit einer gewissen Neuversiegelung von Boden einher ging, wurden im Bereich von Atzlricht ökologische Ausgleichsflächen geschaffen.

Was nicht geklappt hat und was auch allseits sehr bedauert wird: Es konnte kein Radweg gebaut werden. Was schlicht daran lag, dass es nicht gelungen ist, den dafür erforderlichen Grund und Boden zu kaufen. Eventuell müsse man den ohnehin landschaftlich wesentlich schöneren Weg durch das nahegelegene Tal entlang des Segelflugplatzes ertüchtigen, dachte OB Michael Cerny über eine attraktive Alternative nach.

Nicht zu schnell fahren

Ausgeführt wurden die Arbeiten von der Firma Englhard, die sowohl in Amberg als auch in Ammerthal daheim ist und von daher durchaus ein gewisses Eigeninteresse an einer gut funktionierenden Straßenverbindung zwischen den beiden Firmenstandorten besitzt. "Wir werden beim nächsten Bauabschnitt sicher auch wieder gut anbieten", schaute Firmenchef Hubert Englhard in die Zukunft. Wobei aktuell die Finanzierung ab Fuchsstein bis zur Stadtgrenze noch nicht gesichert ist. Symbolisch entfernten Michael Cerny, Anton Peter sowie Hubert Englhard und Markus Hermann dann noch die Absperrbarke mit der Bitte an die Autofahrer, sich doch an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten und die neue Straße nicht zum Schnellfahren zu nutzen.

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"Es ist schließlich die Verbindungsstraße nach Amberg."

Anton Peter, Bürgermeister von Ammerthal

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