Die Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch war bereits beim Punkt "Verschiedenes" angekommen, als Oberbürgermeister Michael Cerny mit der unangenehmen Neuigkeit kam. Der für diesen Sommer vorgesehene Großversuch, eine der drei Spuren des Kaiser-Ludwig-Rings zwischen großem Kreisverkehr und Ziegeltor zur reinen Fahrradspur zu machen, muss verschoben werden. Cerny begründete dies mit vor allem personellen Engpässen bei den Planungen.
Dadurch würden sich die Vorarbeiten und Vorbereitungen schon jetzt enorm verzögern, so Cerny. Ohne ein Hellseher sein zu wollen, prognostizierte Baureferent Markus Kühne, nach dem jetzigen Planungsstand könne der Versuch seiner Einschätzung nach nicht vor dem Herbst starten. Damit würde aber der halbjährige Testzeitraum bis in den Winter hinein gezogen - eine Tatsache, die man unbedingt vermeiden will.
Gemeinsame Sitzung geplant
Ursprünglich war es ja auch so geplant gewesen, dass es vor der endgültigen Entscheidung des Stadtrats zur Umsetzung der Testphase zunächst zu einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des ebenfalls betroffenen Verkehrsausschusses kommen sollte. Inklusive Ortstermin, um sich tatsächlich vor Ort ein Bild der Gegebenheiten machen zu können, die durch die Sperrung einer Fahrspur für den Autoverkehr und Umwidmung in einen reinen Fahrradweg auf die Bürger zukommen werden.
Wie der Oberbürgermeister am Mittwoch sagte, haben die Vorberichte zum Test zu einer regen Anteilnahme der Bürger geführt. Er bekomme regelmäßig Schreiben und Skizzen zu der Thematik zugeschickt. Cerny wertete das als positives Feedback aus der Bevölkerung, das er nicht einfach beiseite wischen will. Rudolf Maier (CSU) sah durchaus auch einen Vorteil in der Verschiebung auf 2022: Dann könne man unter realistischen und nicht durch Corona verzerrten Bedingungen testen, so sagte er.















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