24.01.2021 - 14:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Nach dem Geisterfahrerunfall auf der A6: Einsatzleiter lobt Ersthelfer

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Nach dem Geisterfahrer-Unfall auf der A6 am Freitag lobt Einsatzleiter Alexander Graf die beiden Ersthelfer, die sich um die zwei Schwerverletzten gekümmert haben: "Sowas tut gut zu sehen und zeugt von Mut, Courage, Nächstenliebe".

Rettungsdienst, Verkehrspolizei Amberg und die Feuerwehren Ursensollen und Hohenkemnath waren am Freitag nach dem Unfall auf der A6 im Einsatz. Zwei Ersthelfer hatten da schon vorbildlich gehandelt.
von Heike Unger Kontakt Profil

Kreisbrandmeister Alexander Graf war am Freitag nach dem Unfall Einsatzleiter und als Erster aus den Reihen der professionellen Rettungskräfte am Unfallort auf der A6. Zu diesem Zeitpunkt habe sich der eine der beiden Ersthelfer schon vorbildlich um die Frau gekümmert, die nach der Kollision ihres Pkw mit einem Sprinter schwerverletzt in ihrem Wagen eingeklemmt war.

Geisterfahrer-Unfall auf der A6 zwischen Amberg und Sulzbach-Rosenberg

Amberg

Graf hat sich darüber nach eigenen Worten so sehr gefreut, dass er dem Helfer noch am Unfallort mehrmals gedankt hat - und dessen Einsatz und den einer weiteren Unbeteiligten auch in einer E-Mail an die Redaktion noch einmal würdigt. Darin schreibt Graf: „Als Feuerwehrmann möchte ich dies nochmal hervorheben: Es erleichtert die ersten, stressigen Minuten ungemein" für die professionellen Retter, sei aber "leider heute nicht mehr selbstverständlich.“

Mut und Nächstenliebe gezeigt

Der eine Ersthelfer war nach Grafs Schilderung zu der eingeklemmten Frau in deren schwer deformiertes Auto geklettert und versorgte sie, bis die Rettungskräfte da waren. Die zweite Helferin, eine junge Frau, kümmerte sich laut Graf währenddessen um den verletzten Sprinterfahrer, der selbst aus seinem Transporter gestiegen war. „So was tut gut zu sehen und zeugt von Mut, Courage, Nächstenliebe“, lobt Alexander Graf beide Ersthelfer.

Geisterfahrer: Tipps vom ADAC

Amberg

Die Polizei hat inzwischen auch eine offizielle Schadens-Bilanz zu diesem Unfall nachgereicht. Wie bereits berichtet, wurden beide Beteiligte schwer verletzt, an den Fahrzeugen entstand Totalschaden. Ersten Schätzungen zufolge beziffert die Polizei den Schaden auf über 20.000 Euro. Mehrere Anrufer hatten kurz vor dem Unfall die Geisterfahrt über den Notruf gemeldet. „Daraufhin wurden sofort mehrere Streifen zur Autobahn entsandt und eine Verkehrswarnmeldung abgesetzt. Augenblicke später gingen erste Meldungen über einen Verkehrsunfall ein“, heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.